50 Jahre für Jugend und Soziales

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Frank Hassel feiert seltenes Dienstjubiläum

Am 1. April 1966 trat Frank Hassel als Verwaltungslehrling in den Dienst der Stadt Solingen ein. Seit dem 28. Februar 2014 genießt er die Freizeitphase der Altersteilzeit. Am 1. April 2016 ist endgültig Schluss. Dazwischen liegen 50 Jahre fast ausschließlich Jugend und Soziales. Eine solche Spezialisierung ist selten für den Karriereweg eines Beamten. Der ist in der Regel gekennzeichnet durch gleich mehrere Wechsel der Ressorts, vom Bauen zum Wohnen zum Rechnungswesen etwa. Frank Hassel sagt, er wollte nie etwas anderes. "Es hat mich zufrieden gemacht, für die sozial Schwächeren etwas zu tun." Es waren die Strukturen der Stadtverwaltung, die sich immer wieder geändert haben. Vom Sozialamt alter Prägung bis zur Zusammenlegung zum Jugend- und Sozialamt, dann weg von der Ämterstruktur zu den Diensten, diese noch unterteilt in Fach- und Servicedienste, gefolgt von der nächsten Reunion. Das hat den Blick geöffnet für die Anpassung an Strukturen, für Notwendiges und manchmal viel zu Aufwändiges, gemessen am Ergebnis. Ende der Siebzigerjahre absolvierte Frank Hassel einen der letzten Inspektorenlehrgänge, heute wäre die Fachhochschule Voraussetzung für Jobs wie die seinen. In den Achtzigern war er Abteilungsleiter im Jugendamt, zuständig für Kitas, Heime und wirtschaftliche Jugendhilfe. Es folgte wieder das Sozialamt, mit der Hartz-IV-Reform und ihren zahlreichen Veränderungen auch für die Verwaltung. Später ein Intermezzo im Seniorenbereich. Immer ging es auch um gute Mitarbeiterführung. Dabei habe er viel gelernt, sagt Frank Hassel und blickt durchaus zufrieden auf sein halbes Jahrhundert bei der Stadtverwaltung. Heute hat immer noch Kontakte zu Kollegen von früher, spielt Tennis und ist begeisterter Camper.