55 junge Leute starten Freiwilligendienst

Pressemitteilung

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Noch weitere Plätze im Angebot

"Ihr Engagement ist eine große Stütze für das Gemeinwohl!" Mit diesen Worten begrüßte Ressort-Koordinator Dirk Wagner in Vertretung des Oberbürgermeisters die 55 jungen Leute, die am 1. September für ein monatliches Taschengeld ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Stadt Solingen angetreten haben. Die Einsatzorte sind ebenso vielfältig wie die neuen "Bufdis": Ob Kindertagesstätten, Altenzentren, Kultureinrichtigungen, Natur und Umwelt oder die Flüchtlingshilfe - jeder 16- bis 28-Jährige fand einen Platz, wo er ein bereits bestehendes Interesse vertiefen oder neue Impulse erhalten kann.

Hanna Walsken (18) und André Babon (19) haben beispielsweise gerade Abi gemacht und noch keine konkreten Berufs- oder Studienvorstellungen. Über den Tipp von Freunden sind sie auf den Bundesfreiwilligendienst gekommen. "Toll, wie viele Möglichkeiten es bei der Stadt Solingen gibt", lobt Hanna. Wie André hat sie bereits vor einem Monat im "Willkommencenter" an der Kölner Straße ihr BFD-Jahr begonnen. Während Hanna die Sozialarbeiter bei der Betreuung der ratsuchenden Flüchtlinge betreut, ist André inzwischen für den Fahrdienst eingeteilt: "Ich bringe Betten und andere Erstausstattungs-Materialien in die städtischen Flüchtlingsunterkünfte." Der 19-Jährige findet es gut, "einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und etwas von dem zurückzugeben, was man selbst bekommen hat". Auch Hanna freut sich über die "nette Aufnahme" im Team der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: "Ich habe schon eine Freundin gefragt, ob sie nicht auch erstmal ein BFD machen will."

Denn einige Plätze sind noch frei: Rund 90 Einsatzorte hat die Stadt Solingen von der in Köln ansässigen Zentrale des Bundesfreiwilligendienstes bewilligt bekommen. Auch deren Vertreter Andreas Kramme begrüßte die neuen "Bufdis" im VHS-Forum - und versprach, gemeinsam mit seiner Solinger Kollegin Isabel Schwarzer stets ansprechbar zu sein, "falls irgendwo mal der Schuh drückt". Seit der verpflichtende Wehr- und der Zivildienst vor fünf Jahren abgeschafft wurden, erfreue sich der BFD wachsender Beliebtheit, so Kramme: "Unsere jüngsten Bufdis sind 16 Jahre, die älteste, die ich kenne, 85 - sie betreut demente Senioren."

Auch Rolf Bilo verwies auf die "Win-Win-Situation" des BFD: "Wir profitieren von Ihnen, und Sie können sich beruflich orientieren und soziale Kompetenzen aneignen", sagte der städtische Personalchef - und ermunterte die jungen Leute, dass sich ein BFD-Zeugnis immer gut im Lebenslauf mache: "Einige unserer ehemaligen Bufdis machen heute eine Ausbildung bei der Stadt Solingen."

 

  • Info: Wer für den 1. Oktober oder 1. November noch einen BFD-Platz in der schulischen Inklusion, einer Förderschule oder einem Seniorenzentrum haben möchte, kann sich an Isabel Schwarzer wenden: tel 290-2217.