Ab 1. Mai: Rauchverbot ohne Ausnahmen

- 166/bw

Ab dem 1. Mai macht das Land Nordrhein-Westfalen mit seinem neuen Nichtraucherschutzgesetz Ernst beim Schutz vor dem blauen Dunst. Vor allem in der Gastronomie sind ab dann keine Ausnahmen wie Rauchergaststätten, Raucherräume oder Raucherclubs mehr zulässig. In Solingen werden davon 70 bis 90 Raucherräume oder "Raucher-Eckkneipen" betroffen sein.

Die Regel bezieht sich nicht nur auf Zigaretten und Zigarren, sondern auch auf Kräuterzigaretten, elektrischen Zigaretten und Wasserpfeifen.

Hier die wichtigsten Fakten des neuen Gesetzes, wie sie im Internet auf den Seiten des Gesundheitsministeriums NRW zu finden sind:

  • Das neue Gesetz regelt ein uneingeschränktes Rauchverbot in Gaststätten. Die zahlreichen Ausnahmen vom Rauchverbot für den Gaststättenbereich werden ab dem 01. Mai 2013 nicht mehr bestehen. Rauchergaststätten, Raucherclubs und Raucherräume werden nicht mehr möglich sein. Bei Brauchtumsveranstaltungen, auch wenn sie in Festzelten stattfinden, besteht ebenfalls ein Rauchverbot.
  • Der Grundsatz, dass Rauchverbote nicht in Räumlichkeiten gelten, die ausschließlich der privaten Nutzung vorbehalten sind, bleibt weiterhin bestehen. "Echte" Geschlossene Gesellschaften, die strenge Kriterien erfüllen müssen, werden Gaststätten weiterhin nutzen können. In der Regel werden als Geschlossene Gesellschaften rein private Veranstaltungen wie zum Beispiel geplante Familienfeiern akzeptiert werden können.
  • Der Schutz von Kindern und Jugendlichen wird dadurch verbessert, dass das neue Nichtraucherschutzgesetz auch bei nicht nicht-schulischen Veranstaltungen in Schulen und auf ausgewiesenen Kinderspielplätzen gilt.
  • Gegenüber dem aktuellen Gesetz sind zukünftig auch die Verfassungsorgane des Landes (zum Beispiel der Landtag), alle öffentlichen Einrichtungen der Kommunen sowie öffentlich zugängliche Laufflächen in Einkaufszentren in die Regelungen einbezogen. Zudem schließen die neuen Regelungen die Errichtung von Raucherräumen in Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen aus.
  • Die kommunalen Ordnungsbehörden haben mit den neuen Regelungen die Möglichkeit, Verstöße gegen das Gesetz strenger zu ahnden. Der Bußgeldrahmen wird auf bis zu 2.500 Euro erweitert. Für die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten in Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personenverkehrs (zum Beispiel in Bussen und Taxen) werden die kommunalen Ordnungsbehörden zuständig sein.
  • Beim neuen nordrhein-westfälischen Nichtraucherschutzgesetz wird, wie im Bundesnichtraucherschutzgesetz, nicht zwischen verschiedenen Produktgruppen wie zum Beispiel Zigaretten, Zigarren, Kräuterzigaretten oder elektrischen Zigaretten unterschieden. Die Nutzung dieser Produkte ist in Bereichen, in denen der gesetzliche Nichtraucherschutz besteht, nicht zulässig.

.