Ältere Migrantinnen sollen wieder einreisen können

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1.500 Solingerinnen und Solinger mit einem ausländischen Pass haben seit dem Jahr 2005 Sprach- und Integrationskurse besucht. Manche, die das versäumt haben, stehen oft vor einem Problem. Darüber berichtete Mike Häusgen, Leiter des Stadtdienstes Einwohnerwesen, nach der letzten Sitzung des Zuwanderer- und Integrationsrates.

Etwa jede zehnte Migrantin, die über 60 Jahre alt ist und nicht aus einem EU-Staat kommt, besitzt selbst nach Jahrzehnte langem Leben in der Bundesrepublik keine unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Wer zu dieser Gruppe zählt und einen länger als sechs Monate dauernden Aufenthalt im Heimatland plant, riskiert, bei der Rückkehr an der Grenze abgewiesen zu werden.

Eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis (mit Rückkehrrecht nach Auslandsaufenthalten) ist aber an feste Bedingungen geknüpft: etwa keine Inanspruchnahme öffentlicher Mittel, fünf Jahre befristeter Aufenthalt, keine Straffälligkeit und ausreichende deutsche Sprachkenntnisse.

Gerade bei den Sprachkenntnissen liege oft das Problem, so Häusgen. Oft seien auch die Rentenansprüche trotz jahrelanger Einzahlung in die Sozialkassen zu gering, um ohne Unterstützung auszukommen.

Gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum, Migrantenorganisationen und anderen Beteiligten soll eine Strategie erarbeitet werden, die es vor allem den älteren Frauen in Solingen ermöglicht, ihren Lebensabend flexibel zu gestalten, kündigte Häusgen an.