An der A46 wird für den Stadtteil Gräfrath geworben

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Dank Sponsorenhilfe konnten touristische Hinweisschilder jetzt aufgestellt werden

Der Landesbetrieb Straßen hat Anfang der Woche zwei neue touristische Hinweisschilder an der A 46 bei Kilometer 91 in beiden Fahrtrichtungen aufstellen lassen, die Autofahrer auf den historischen Stadtteil Solingen-Gräfrath aufmerksam machen. Ein bereits vorhandenes Schild, das ein Motiv mit dem Solinger Industriemuseum zeigt, wurde in diesem Zug zu einem anderen Standort versetzt.

Mit der Montage der braun-weißen Verkehrszeichen geht eine fast siebenjährige Geschichte zu Ende. Im Jahr 2008 lehnte die Bezirksregierung einen ersten Entwurf der Stadt Solingen ab, weil er auf den historischen Ortskern und zugleich auf das Deutsche Klingemuseum hinwies. Zwei Motive seien zu viel für ein Schild, befand die Aufsichtsbehörde. Die Stadt ließ das Design überarbeiten. Vom Klingenmuseum in Gräfrath zeugt nur noch ein Schwert, der erläuternde Text beschränkt sich auf die Nennung des Stadtteils. Doch inzwischen hatte der Landschaftsverband Rheinland, Betreiber des Industriemuseums, in eigener Initiative ein Schild mit der Gesenkschmiede an der Stelle aufbauen lassen, wo die Solinger gerne das Gräfrath-Schild gesehen hätten. Schließlich wurde die Haushaltslage der Stadt zum Problem, da die Kommunen die Herstellung und Aufstellung der Hinweisschilder selbst bezahlen müssen.

Doch auch dieses Hindernis konnte dank des finanzeillen Engagements von vier Sponsoren nun überwunden werden: Die Kosten der Schilder übernahmen die Bezirksvertretung Gräfrath, der Gräfrather Heimatverein, der Unternehmer Siegfried Lapawa (Firma SILAG) und der Gräfrather Bürger Frank Henkel (Agentur Inpetto). Oberbürgermeister Norbert Feith dankt den Spendern ausdrücklich für die wertvolle Unterstützung, durch die der historische Stadtteil endlich die Aufmerksamkeit bekomme, die er verdiene.

Da der Landesbetrieb Straßen die Stadt nicht rechtzeitig über die Aufstellung der Schilder in Kenntnis gesetzt hatte, muss die angemessene Würdigung der Sponsoren durch die Stadt nachgeholt werden. Zur Vereinbarung eines Termins, bei dem Dankesurkunden der Stadt übergeben werden sollen, wird sich die Stadt kurzfristig mit den Sponsoren in Verbindung setzen.