Ankommen in Solingen: Stadt erhält Fördermittel vom Land

Pressemitteilung

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„Ankommen in Solingen" - Unter diesem Titel hat sich die Stadt Solingen um Fördermittel aus dem Städtebau-Sonderprogramm zur Integration von Flüchtlingen des Landes Nordrhein-Westfalen beworben. Mit Erfolg: Heute (Freitag, 18. März) kam die Zusage aus Düsseldorf: Rund 383.000 Euro fließen in die Klingenstadt. Gefördert wird der geplante „Meetingpoint" in Ohligs sowie der „Felix Kids- + Youth-Club" in Solingen-Mitte. Zudem gibt es finanzielle Unterstützung für die Stadtteilarbeit als begleitender Maßnahme.

„Die Förderzusage zeigt: Wir haben die richtigen Ideen, um die große Herausforderung zu meistern, die in der aktuellen Situation liegt. Unser Solinger Konzept zur Integration geflüchteter Menschen überzeugt", freut sich Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Stadtdirektor Hoferichter erläutert: "Bei den geförderten Projekten geht es im Kern immer darum, die einheimische und zugewanderte Bevölkerung gleichsam in die Gestaltung ihrer Lebensumwelt einzubinden um damit den sozialen Zusammenhalt zu stärken".

Schon bald sollen die zugesagten Fördermittel fließen. Dann ist die zeitnahe Einrichtung eines „Meetingpoints" in Ohligs geplant: In einem leerstehenden Ladenlokal soll eine Begegnungs-, Informations- und Veranstaltungsstätte für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung entstehen.
Der Felix Kids- + Youth-Club bietet seit 2014 Hausaufgabenbetreuung, Sprachförderung, Spiel- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche, seit Sommer 2015 betreut er Flüchtlingskinder und ihre Familien. Wegen der neuen Nutzung der Clemens-Galerien muss er in Kürze an einen neuen Standort umziehen. Die Fördermittel sollen genutzt werden, neue Räumlichkeiten herzurichten.

Gefördert wird auch die gezielte Stadtteilarbeit, zum Beispiel durch die Einrichtung eines Quartiersmanagements. Das Konzept „Ankommen in Solingen" zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass viele Kooperationspartner eingebunden werden, Wohfahrtsverbände ebenso wie städtische Dienststellen und ehrenamtlich Aktive. Ein Quartiersmanagement soll hier übergreifend tätig werden, die Kräfte bündeln und den Austausch der Kooperationspartner unterstützen.

Insgesamt werden durch das Städtebau-Sonderprogramms zur Integration von Flüchtlingen 147 Projekte aus 100 Städten und Gemeinden in NRW mit insgesamt 72 Millionen Euro gefördert. Aufgelegt worden war es Ende des vergangenen Jahres, um die Kommunen bei der Integration zu unterstützen. Etwa jede zweite nordrhein-westfälische Kommune hatte sich daraufhin beworben.