Antirassismustag auf dem Fronhof am 20. März

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Ein Antirassismustag findet erstmalig am Freitag, 20. März, von 13 bis 15 Uhr auf dem Fronhof statt.

Neben Ansprachen von Oberbürgermeister Norbert Feith und dem Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage, Norbert Schmelzer, steht eine Malaktion "Solingen wird bunt" auf dem Programm, außerdem Musik von Suzan Köcher, Lea Lesique, Annabel und anderen, sowie ein kleines Fußballturnier. In der Stadtkirche gibt es ein Antirassismus-Quiz und die Präsentation von Ausstellungsbeiträgen von Solinger Schulen und anderen Teilnehmern. Veranstalter des Antirassismustages ist das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage zusammen mit der Stadtverwaltung. Sie wollen damit ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Verantwortung, gegen Rassismus und Diskriminierung setzen.

Finanziert wird er aus Mitteln des neuen Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit". Damit unterstützt das Familienministerium Vereine, Initiativen und Kommunen, die sich der Förderung von Demokratie und Vielfalt widmen. Solingen hat aus diesem Programm 55.000 Euro erhalten und wird damit gemeinsam mit dem Jugendstadtrat, mit Schulen und Vereinen interkulturelle Schulungen, Anti-Gewalt-Trainings und Jugendkonferenzen durchführen. Verantwortlich ist der Stadtdienst Integration, unterstützt und begleitet vom Bündnis für Toleranz und Zivilcourage.

Laut der „Mitte Studie“, die seit 2002 im Zwei-Jahres-Rhythmus die Entwicklung rechtsextremer Einstellungen untersucht, erfahren Asylsuchende, Sinti, Roma und Muslime eine überdurchschnittliche Stigmatisierung. Mehr als die Hälfte der Befragten äußern Ressentiments. Der Solinger Antirassismustag will Raum bieten für Aufklärung, Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten und den Austausch antirassistischer Handlungsstrategien.