Arbeitslosigkeit: Januar-Zahlen noch nicht verlässlich

Pressemitteilung

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13.921 Männer, Frauen und Kinder in 7.276 Bedarfsgemeinschaften erhielten im Dezember vergangenen Jahres in Solingen Unterstützung durch Hartz IV, 4.609 von ihnen wurden als arbeitslos geführt.

Diese Zahlen weist die Statistik der Bundesagentur für Arbeit aus. Wenn in Kürze die Januar-Zahlen veröffentlicht werden, so beruhen einige davon auf Schätzungen.

Zum Hintergrund: Seit dem 1. Januar ist die Stadt Solingen als Optionskommune in eigener Regie zuständig für das bis dato gemeinsam mit der BA betriebene Jobcenter und damit für die Betreuung und Förderung dieser Gruppen.

Meldetermin der aktuellen Januar-Zahlen für die bundesweit geführte Statistik der Bundesagentur für Arbeit war der 17. Januar 2012, also nur zweieinhalb Wochen nach dem offiziellen Übergang. Strukturelle Unterschiede zwischen dem bisher genutzten Erfassungs-Verfahren der Arbeitsagentur und dem neuen der Stadt Solingen machen einen Abgleich der Daten notwendig. Dieser Abgleich ist noch nicht vollständig erfolgt. Wenn also Anfang Februar der Arbeitsmarktreport der örtlichen Arbeitsagentur erscheint, so wird er Zahlen enthalten, die - so weit das Jobcenter betroffen ist - noch nicht gültig und zuverlässig sind. Die Problematik besteht bei vielen der 41 zum 1. Januar neu zugelassenen Kommunalen Träger und ist der Arbeitsagentur bekannt. Sie rechnet zumindest für den ersten Monat des Jahres mit unvollständigen oder sogar fehlenden Daten.

Auf der Internetseite der BA heißt es dazu: "Die Statistik der BA wird an wesentlichen Stellen - z.B. Arbeitslosigkeit und Leistungsbezieher - ggf. entstehende Datenausfälle oder unplausible Lieferungen durch bewährte Schätzverfahren kompensieren können. In allen Produkten, die von Einschränkungen betroffen sind, werden entsprechende Kennzeichnungen vorgenommen."