Balkhauser Kotten: Lösung gefunden

Pressemitteilung

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Statt Brücke wird Durchlass gebaut

Seit mehr als vier Jahren ist die Brücke am Balkhauser Kotten für Fahrzeuge gesperrt. Das marode Bauwerk sollte durch einen Neubau ersetzt werden. Das scheiterte bislang jedoch an der Finanzierung: Eine erste Ausschreibung war nicht erfolgreich, da alle Angebote deutlich über dem Limit lagen. Die Technischen Betriebe haben deshalb nach wirtschaftlich vertretbaren Alternativen gesucht und sind dabei auch auf einen neuen Baustoff gestoßen. Bei der weiteren Prüfung hat sich jedoch gezeigt, dass eine solche Lösung als Pilotprojekt ein sehr zeitintensives Verfahren nach sich ziehen würde und nicht zu der gewünschten zügigen Lösung führen kann.

Vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass keine perfekte Lösung zu realisieren ist, wurde jetzt noch einmal  der Vorschlag geprüft, die Brücke durch einen Rohrdurchlass zu ersetzen. Das war zunächst vor allem aus Gründen des Denkmalschutzes verworfen worden. Nun wurde diese Variante noch einmal modifiziert und kann so als pragmatische Lösung umgesetzt werden.

Gebaut wird nun ein Durchlass mit einem Rohr aus Glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). Der verbleibende Hohlraum unter der Brücke wird mit Beton aufgefüllt und die von außen sichtbare Fläche so gestaltet, dass sie sich dem umgebenden Mauerwerk anpasst. Das alte Bauwerk muss nicht abgerissen werden, es wird aber so verstärkt, dass es anschließend wieder befahren werden kann. Sowohl der Denkmalschutz als auch die Untere Wasserbehörde haben der überarbeiteten einfachen Lösung zugestimmt.  

Die Bauarbeiten starten am Dienstag, 14. Mai, und dauern etwa eine Woche. Der Kotten bleibt in dieser Zeit erreichbar. Die Baukosten reduzieren sich auf rund 30.000 Euro. Das Geländer wird von Schlossern der Technischen Betriebe hergestellt und im Anschluss erneuert.