Bauprogramm für die soziale und lebenswerte Stadt von morgen:

Pressemitteilung

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Stadtrat beschließt das Handlungskonzept Wohnen der Stadt Solingen

 „Solingen wächst weiterhin!“ Mit diesen Worten leitete der Planungsdezernent Solingens, Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, am vergangenen Donnerstag im Stadtrat die Beratungen zum Handlungskonzept Wohnen“ ein, das die Kommunalpolitik seit Wochen intensiv diskutiert hatte. Das Konzept, für das ein Planungsbüro zwei Jahre lang die  36 Wohnquartiere der Stadt unter die Lupe genommen und intensive Gespräche mit Wohnungs­bauge­nos­senschaften, Mietervereinen und Immobilieneigentümer geführt hat, bildet ab jetzt die Grundlage für die mittel- und langfristige Wohnungsbaupolitik der Klingenstadt. Denn die Stadt hat in den vergangen Jahren bevölkerungsmäßig stark zugelegt und zählt wieder über 163.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Dieses Wachstum muss und will die Stadt mit Planungen für Kindergärten, Schulen und vor allem auch mit Wohnraum begleiten. Das Ziel: Jedes Jahr sollen mindestens 250 bis 350 Wohneinheiten in der Klingenstadt neu entstehen: bezahlbar, altersgerecht, mit ausgewogener sozialer Mischung, nachhaltig und ökologisch verantwortlich, möglichst in den Innenstadtkernen, um die freien Naturräume zu schützen. Denn die sind ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität der Stadt. Der Stadtrat, der das Konzept einstimmig verabschiedete, gab der Verwaltung in einem fraktionsübergreifenden Antrag noch weitere ambitionierte Ziele mit auf den Weg, wie die Beschleunigung von Baugenehmigungs­verfahren durch Bündelung aller möglichen Schritte in einem „One-Stop-Shop“. Außerdem soll jede dritte neue Wohnung mit staatlicher Förderung entstehen, die zu sozial verträglichen Mieten auf den Wohnungsmarkt kommen.

Dass die Zuwanderung nach Solingen keine vorüberübergehende Erscheinung ist, wurde in den letzten Tagen vom statistischen Landesamt IT.NRW noch einmal untermauert: Nach seiner Bevölkerungsvorausberechnung für Nord-Rhein-Westfalen für den Zeitraum bis 2040 liegt Solingen bei der Wachstumsdynamik an dritter Stelle in der Planungsregion Düsseldorf – nach der Stadt Düsseldorf und dem Rheinkreis Neuss.

„Das ist eine Riesenchance für unsere Stadt!“ freute sich der Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach in seinem Schlusswort vor dem Rat. Der Vater von zweijährigen Zwillingen konnte auch noch darauf verweisen, dass die Zahl der Geburten in Solingen mit rund 1400 im Jahr 2018 auf einem hohen Niveau liege: „Was für ein schönes Zeichen für Solingen!“