Bergische Symphoniker: Vorlage zur Sicherung versandt

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"Ich bin erleichtert und zufrieden, dass es uns gelungen ist, nach äußerst schwierigen Verhandlungen mit der Stadt Remscheid die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunftssicherung der gemeinsamen Bergischen Symphoniker zu schaffen", so kommentierte Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith die Endfassung einer Informationsvorlage, die heute zeitgleich in beiden Städten den parlamentarischen Gremien zur Kenntnis gegeben wurde.

Am morgigen Dienstag wird sie im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung der Nachbarstadt Remscheid vorgestellt, am Donnerstag im Solinger Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus. Weitere Stationen hier sind der Finanzausschuss (7. Mai), der Beteiligungsausschuss (13. Mai) und der Haupt- und Personalausschuss (14. Mai). Im Anschluss an diese Runde soll die endgültige Abfassung eines neuen Gesellschaftsvertrags stehen, der den Räten noch vor der Sommerpause zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Nach zahlreichen bilateralen Arbeitsgesprächen in den letzten Monaten hatte zuletzt eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Norbert Feith und Beate Wilding die Eckdaten erarbeitet, die einen tragfähigen Kompromiss zwischen den Positionen der beiden Städte ermöglichen.

Norbert Feith: "Wir haben damit die Voraussetzungen für den langfristigen Erhalt des Orchesters als zentralen Faktor des regionalen Kulturangebotes geschaffen und gleichzeitig das Ziel eines noch wirtschaftlicheren Betriebes erreicht." Wichtig sei ihm auch, dass die Musikerinnen und Musiker wieder eine verlässliche Basis für ihre Arbeit bekämen. Feith: "Dazu haben sie selbst durch einen auf zehn Jahre festgelegten Verzicht auf ihr Weihnachtsgeld einen beachtlichen Beitrag geleistet." Auch dass es gelungen sei, den Status als B-Orchester zu erhalten, sichere die kulturpolitische Akzeptanz und damit die Vermarktungschancen auch über Solingens Grenzen hinaus.

Die Solinger Seite sei konstruktiv auf die Sorgen der Nachbarstadt eingegangen, ohne von der grundsätzlich hälftigen Aufteilung der Kosten abzuweichen. Die geplante Bildung einer Orchesterstiftung greife das bürgerschaftliche Engagement der Orchesterfreunde auf und zeige mit einem möglichen Einstieg in ein Bürgerorchester den Bergischen Symphonikern auch langfristig Perspektiven auf.

OB Feith dankt den Mitgliedern der Verhandlungsdelegation, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses Rainer Villwock, Reiner Daams als Mitglied der Gesellschafterversammlung, sowie dem Geschäftsführer der Bergischen Symphoniker, Stefan Schreiner, und dem Leiter des OB-Büros Fabian Kesseler, die mit großem Einsatz für das Orchester gestritten hätten.