Berlin ist Schuld an Wartezeiten beim Ausländer- und Integrationsbüro

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Um den am 1. September 2011 bundesweit eingeführten elektronischen Aufenthaltstitel zu bekommen, müssen die Solingerinnen und Solinger mit ausländischem Pass beim Ausländer- und Integrationsbüro gleich zweimal vorsprechen. Bei 1.200 Personen waren das allein im letzten halben Jahr 2.400 Besuche bei der Behörde. Dies wiederum führt zu Wartezeiten auf einen Termin von bis zu vier Wochen.

Mike Häusgen, Leiter des zuständigen Stadtdienstes Einwohnerwesen: "Wir tun, was wir können, müssen aber noch bis zu den Sommerferien um Verständnis bitten." Dann sei das Gros der Fälle abgearbeitet und die Wartezeiten würden wieder kürzer. Nach altem Recht konnten die Antragsteller ihr neues Dokument direkt mitnehmen, wenn sie die Unterlagen vollständig vorlegten. Die bundesweite Herstellung der elektronische Titel in Berlin führt dazu, dass jeder zweimal den Weg in die Behörde antreten muss: zur Antragstellung und zum Abholen.


Gleichzeitig, so berichtet Häusgen, stellen die türkischen Behörden derzeit neue biometrietaugliche Reisedokumente aus, die einen neuen Aufenthaltstitel erforderlich machen. Die Fälle hier haben sich im Vergleich zum vergangenen Jahr verdreifacht.