Bernd Paßmann gestorben

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6. Juli 1939 - 17. Februar 2017

Bernd Paßmann, langjähriges Ratsmitglied, Bürgermeister und vielfältig politisch, gesellschaftlich und sozial engagiert, ist heute früh im Alter von 77 Jahren verstorben. Oberbürgermeister Tim Kurzbach würdigt den Verstorbenen mit den Worten: „Bernd Paßmann hat sich vorbildlich für andere eingesetzt und politisch wie zivilgesellschaftlich Verantwortung übernommen. Dafür gebührt ihm der Dank seiner Heimatstadt Solingen."
Bernd Paßmann hat sich zahlreiche Verdienste erworben. In Solingen trug er seit Mitte der 60er Jahre politische Verantwortung, von 1969 und 1994 als Mitglied des Rates, davon in den letzten beiden Jahren als Vorsitzender der FDP-Fraktion. 1975 wurde er Bürgermeister seiner Heimatstadt und blieb es neun Jahre lang bis 1984.
Als Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland machte er sich unter anderem nach Kräften für die Gründung des Zentrums für Verfolgte Künste in Solingen stark.
Als das Thema noch recht neu war, engagierte er sich bereits für die Integration von Zuwanderern und Migranten. 1975 bis 1989 übernahm er den Vorsitz des Ausländerbeirats in Solingen, von 1999 bis 2004 des nachfolgenden Ausschusses im Rat der Stadt Solingen. In einer Würdigung des Zuwanderer- und Integrationsrates heißt es, er sei Zuwanderern stets mit Respekt und auf Augenhöhe begegnet. In Solingen wirkte er im Vorstand des Fördervereins für die Städtefreundschaft mit Thiès im Senegal mit, war Vorsitzender des Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins und auf Bundesebene dessen stellvertretender Vorsitzender. Bis 2009 war er zudem im Vorstand des Landesintegrationsrates NRW aktiv.

Bernd Paßmann betrachtete es als Ehrensache, sich stets für andere einzusetzen. Neben der Integrationsarbeit war der zweite Schwerpunkt seines Engagements die Hilfe für Kriegskinder. So trug er 25 Jahre lang als Vorsitzender, später als Ehrenmitglied der Aktion "Friedensdorf e.V." in Oberhausen dazu bei, schwer verletzte Kinder aus Krisengebieten zur medizinischen Hilfe nach Deutschland zu holen und auch Projekte in den Heimatländern umzusetzen.