Besuch von Meistermann-Enkel

Pressemitteilung

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Besuch aus Köln erhielt OB Tim Kurzbach am vergangenen Freitag: Mit Dr. Justinus Maria Calleen war der Enkel des Solinger Malers und Glasmalerei-Künstlers Georg Meistermann zu Gast - auch, um die vier Werke seines Großvaters zu inspizieren, die Kurzbach zur Verschönerung seines Büros aus dem Fundus des Solinger Kunstmuseums entliehen hat.

Dessen Leiter, Dr. Rolf Jessewitsch, begleitete den Meistermann-Enkel und hatte ebenfalls Sachkundiges zu den Exponaten zu erzählen. Hierbei handelt es sich um das um 1960 geschaffene Opalglas-Fenster "Ohne Titel" aus der Glaswerkstatt Derix sowie um die drei Ölbilder "Fenster mit Eiszapfen" (1945), "Der Schleifer" (1946) und "Große Schwinge" (1988). Für den Oberbürgermeister ist es keine Frage, dass Werke des international bekannten Künstlers seine Büro-Wände zieren: "Georg Meistermann ist nicht nur ein bedeutender Sohn unserer Stadt, sondern auch ein humanistischer Kämpfer für die Freiheit" - und somit von zeitloser Aktualität.

Der 1960 geborene Calleen hat als Kunsthistoriker 1993 über seinen Großvater promoviert und verwaltet seitdem den Nachlass von Georg Meistermann. Zudem ist der Sohn von Meistermann-Schwiegersohn Heribert Calleen, der als Bildhauer und Medailleur arbeitete, als Ausstellungs-Kurator, Publizist und Fotograf tätig. Anlässlich der Ausstellung "100 Jahre Georg Meistermann" sprach Calleen im Herbst 2011 im Solinger Kunstmuseum über "Kunst und Freiheit - Georg Meistermanns künstlerisches und humanistisches Vermächtnis für Gegenwart und Zukunft". Dass dort seit Dezember letzten Jahres auch das "Zentrum für verfolgte Künste" angesiedelt ist, hätte seinen Großvater mit seiner Heimatstadt, die ihn als "entarteten Künstler" zwischen 1933 und 1945 drangsalierte und schikanierte, versöhnt, ist Calleen überzeugt: "Das Solinger Zentrum ist ein außergewöhnlicher Erinnerungs-Ort in Deutschland und ein einmaliges Museum in Europa."