Bildungs- und Teilhabepaket beim Jobcenter

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Fast alle, die Anträge zum Bildungs- und Teilhabepaket stellen möchten, müssen sich künftig nur noch eine Adresse merken: die des städtischen Jobcenters in der ersten Etage der Kamper Straße 35 . Drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bisher noch beim Stadtdienst Soziales im Rathaus-Neubau ihre Büros hatten, ziehen am Mittwoch, 25. Juli, in ein gemeinsames Team beim Jobcenter.

Der Stadtdienst Soziales ist nur noch für Flüchtlingsfamilien zuständig sowie für diejenigen, die Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten oder dauerhaft erwerbsunfähig sind.

Im Jahr 2011 wurden insgesamt 6.800 Anträge auf Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket gestellt. Bis zum 31. Mai 2012 waren es 2.700. Die Ausgaben betrugen 2011 660.000 Euro, bis Ende Mai 2012 waren es 300.000 Euro. Mit diesen Werten lag die Stadt Solingen in 2011 und liegt auch 2012 über dem Landesdurchschnitt. Eine Optimierung der Abläufe, Verstärkung der Beratung und Einführung der Schulsozialarbeit werden - so erwartet man im Rathaus - zu einer weiteren Steigerung führen.

Am häufigsten werden die Angebote zum Mittagessen, zum Schulbedarfspaket und zur Teilnahme an Ausflügen wahrgenommen. Auch die Nachfrage nach Lernförderung ist gestiegen.

Zur weiteren Verbesserung sollen folgende Maßnahmen beitragen:

  • Lernförderung an Grundschulen wird im neuen Schuljahr schulnah von den Trägern des Offenen Ganztags organisiert.
  • Jedem Antrag auf Grundleistung wird ein sogenannter „Globalantrag“ für BuT-Leistungen beigefügt.
  • Ein pauschales Abrechnungsverfahren zum Mittagessen soll den Organisationsaufwand verringern.