Bildungs- und Teilhabepaket wird immer besser angenommen

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Bis zum Stichtag 31. Juli hat die Stadt Solingen über 6.300 Mal Leistungen für die unterschiedlichen Bereiche des Bildungs- und Teilhabepakets bewilligt.

Für über 3.300 Kinder und Jugendliche wurden Anfang August je 70 Euro für Schulbedarf ausgezahlt. Stark gefragt ist auch der Zuschuss zum Mittagessen in Kitas und Schulen, der über 1.200 Kindern zu Gute kommt. In knapp 800 Fällen übernahm die Stadt die Kosten von Schul- oder Kita-Ausflügen und Klassenfahrten. Ein Zuschuss für soziale und kulturelle Teilhabe, also z.B. der Beitrag für den Sportverein, wurde in über 550 Fällen ausgezahlt. Für über 100 Kinder und Jugendliche wurde eine zusätzliche Lernförderung bewilligt.

Sozialdezernent Robert Krumbein zeigte sich erfreut, dass der Mittelabfluss bis Juli schon beinahe die Gesamtausgaben des letzten Jahres erreicht hat: „Fast 600.000 Euro sind gut investiertes Geld in die Bildung der Kinder.“ Er hofft, dass mit dem jetzt erfolgenden Start der Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen eine weitere Steigerung bei der Inanspruchnahme der Hilfen erzielt wird. Seit dem 1. August sind aus den Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets neun zusätzliche Sozialarbeiter an Haupt-, Real- und Förderschulen sowie den Berufskollegs im Einsatz, die sich insbesondere um einen guten Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung kümmern werden.

In den Grundschulen arbeiten bereits seit dem Frühjahr zusätzliche Schulsozialarbeiter, die teilweise bei den Trägern des offenen Ganztags und teilweise bei der Stadt angestellt sind. Für das jetzt beginnende neue Schuljahr wurde mit den Trägern des offenen Ganztags der Aufbau eines schulnahen Systems der Lernförderung vereinbart. Nach einem neuen Erlass des Landes kann die Lernförderung im neuen Schuljahr deutlich breiter eingesetzt werden, nicht nur, wenn die Versetzung gefährdet ist.

Mit der Zusammenführung aller städtischen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter für die Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket in einem neuen Team im Jobcenter verbindet Robert Krumbein auch die Erwartung, dass alle Anträge künftig schneller bearbeitet werden können. „Die konkrete Umsetzung ist leider an vielen Stellen gesetzlich sehr bürokratisch geregelt. Das neue Team arbeitet hier aber mit großen Engagement und Sachkunde daran, für alle Beteiligten möglichst einfache Lösungen zu finden.“