Biotonne bezahlen und trotzdem sparen

- 688/bw

Neue Regelung ab 1.1.2017

Die Nutzung einer Biotonne bleibt für zwei weitere Jahre bis Ende 2018 freiwillig. Das hat der Rat gestern mit einer Verlängerung der Einführungsphase beschlossen. Zwar wird die braune Tonne für den Biomüll ab dem 1. Januar 2017 kostenpflichtig, die 55 Euro pro Jahr lassen sich durch eine Verkleinerung der Restmülltonne aber mehr als ausgleichen. Denn wer die Biotonne für alle Küchenabfälle vor und nach dem Kochtopf (Ausnahme: flüssige Abfälle) nutzt, produziert weniger Restmüll und kommt mit einer kleineren Tonne aus. Statt bisher 179,64 Euro pro Jahr zahlt die vierköpfige "Familie Mustermann" nach diesem Modell für die Müllabfuhr künftig 4,55 Euro weniger als bisher, also 174,09 Euro. Für Zwei-Personen-Haushalte besteht diese Möglichkeit wegen der Größe der vorhandenen Mülltonnen zwar nicht, sie können sich aber mit anderen eine Nachbarschaftstonne teilen und so auch in den Genuss geringerer Gebühren kommen. Telefonische Beratung speziell dazu bieten die Technischen Betriebe unter der Nummer  290-4444 an.

Die Vorschrift dazu findet man in der Abfallsatzung der Stadt: Sie geht von 15 Litern Restmüll pro Person und Woche ohne, aber nur von 10 Litern mit Biotonne aus.

Für 2,12 € pro Leerung können in der Biotonne Küchenabfälle entsorgt werden, aber auch Laub, Gras und andere Gartenabfälle. So erspart man sich manchen Weg zum Grünschnittcontainer oder zum Entsorgungszentrum Bärenloch. Zudem können mit der Hilfe der Biotonne nun auch organische Abfälle sinnvoll genutzt werden, etwa durch die Verarbeitung zu Strom, Wärme, Kompost oder Dünger in Biogasanlagen.