Brand im Gewerbebetrieb Dycker Feld: Entwarnung für die Bevölkerung

Pressemitteilung

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Kein gesundheitsschädlicher Rauch festgestellt.

Beim Großbrand eines kunststoffverarbeitenden Gewerbebetriebes im Solinger Stadtteil Gräfrath sind heute Nacht Rauch und Aschepartikel auch in den nördlich angrenzenden Wohngebieten und im Bereich der Gräfrather Altstadt niedergegangen. Auch Geruchsbelästigung war dort wahrnehmbar. Messtrupps der Solinger Feuerwehr und des Landesamtes für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutzhaben inzwischen an verschiedenen Stellen des betroffenen Gebietes Proben genommen und untersucht und haben in den Rauchgasen keine Schadstoffe gefunden. Das heißt: Türen und Fenster müssen nicht geschlossen werden, der Aufenthalt im Freien ist unbedenklich. Der Betrieb von Schulen und Gewerbebetrieben kann normal verlaufen.

Im Industriegebiet Dycker Feld selbst ist noch kein Straßen- oder Anlieferverkehr möglich, die Straßen im Industriegebiet müssen bis auf weiteres gesperrt bleiben. Zu Fuß können die Betriebe erreicht werden.

Aufgrund der von der Feuerwehr zunächst befürchteten Gesundheitsgefährdungen wurde Umweltalarm ausgerufen und die Bevölkerung über Sirenenton gewarnt. Der einberufene Krisenstab der Stadt Solingen kann jetzt Entwarnung geben. Laut Feuerwehr reicht es, bei Kontakt mit Aschepartikeln, z.B. an Fahrzeugen, die allgemeinen Regeln der Hygiene zu beachten, d.h.die Hände zu waschen, oder zusammengefegte Reste im Müll zu entsorgen.

Bei dem Großbrand in einem Zulieferbetrieb der Autoindustrie waren heute Nacht bis zum 100 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Der Brand ist inzwischen unter Kontrolle. Mit der Kontrolle und der Suche nach Brandnestern in den Trümmern der abgebrannten Produktionshallen wird die Feuerwehr aber noch den ganzen Tag beschäftigt sein. Daher die Straßensperrungen.

 

Meldung der Feuerwehr Leitstelle:

Einsatzdatum  13.02.2020
Alarmierungszeit  01:15
Einsatzort  Lindgesdfeld
Einsatzart  Brand im Gewerbebetrieb
beteiligte Einsatzfahrzeuge/Personal
der Berufsfeuerwehr
Feuerwache I - eingesetztes Personal 19
Feuerwache I - 3 Kommandowagen
Feuerwache I - Einsatzleitwagen
Feuerwache I - Löschfahrzeug
Feuerwache I - Tank Löschfahrzeug
Feuerwache I - Drehleiter
Feuerwache II - eingesetztes Personal 8
Feuerwache II - Löschfahrzeug
Feuerwache II - Drehleiter
Feuerwache III - eingesetztes Personal 8
Feuerwache III - Löschfahrzeug
Feuerwache III - Drehleiter
Feuerwache III - Abrollbeh?lter Atemschutz
Wachbesetzung Feuerwache I Löscheinheit B?kerhof
Wachbesetzung Feuerwache II Löscheinheit Burg
Wachbesetzung Feuerwache III Löscheinheit Wald

 der Freiwilligen Feuerwehr
ABC - Zug
Löscheinheit 1 Ohligs
Löscheinheit 2 Ruppelrath
Löscheinheit 3 Mangenberg
Löscheinheit 4 Merscheid
Löscheinheit 6 Gr?frath
Löscheinheit 7 Wald

Einsatzmaßnahmen  für Brandeinsätze

Um 01:05 Uhr wurde die Feuerwehr Solingen von der Brandmeldeanlage eines Gewerbebetriebes im Lindgesfeld zu einem Brandeinsatz alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte wurde die Alarmstufe sofort um 3 Stufen erhöht, weil das Brandobjekt bereits im Vollbrand stand.

Das Brandobjekt ist ein Nebengebäude eines Automobilzulieferers mit einer Fläche von ca. 2. 500 qm. Durch explodierende Gasflaschen flogen brennende Teile in Richtung des Hauptgeb?udes und drohten den Brand auf das Hauptgeb?ude auszudehnen. Deshalb wurde die Alarmstufe ein weiteres Mal erhöht.

Durch den Einsatz von derzeit 4 C-Strahlrohren, 3 B-Strahlrohren und 3 Wenderohren Über Drehleitern konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Alle Betriebe im unmittelbaren Umfeld wurden aufgesucht und aufgefordert, Fenster und Tü?ren zu schließen. Dies gilt auch füür die Bewohner im Bereich Gräfrath-Zentrum. In diesem Bereich wurden die Anwohner per Sirene gewarnt. Ebenso erfolgte eine Information über die Warn-App NINA.

Die Feuerwehr Solingen führt Messungen mit Unterstützung eines Messfahrzeugs der Feuerwehr Wuppertal und einem Fahrzeug des Landesumweltamtes durch. Derzeit sind mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz wird noch bis in den Tag hinein andauern.