Brief aus Ness Ziona

Pressemitteilung

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Oberbürgermeister Norbert Feith erhielt gestern einen Brief seines Amtskollegen aus Solingens isralischer Partnerstadt Ness Ziona, Yossi Shvo. "Lieber Freund", heißt es in dem in deutscher Sprache übersandten Schreiben, "stellen Sie sich vor, ein Hagel von Raketen landete in diesem Augenblick mitten in Ihrer Stadt, zerstörte ihre urbanen Infrastrukturen und brächte ihren Bürgerinnen und Bürgern Schmerz und Leid."

Auf anderthalb Briefseiten schildert Shvo die Lage in seiner Stadt: "Zivilisten müssen zu sämtlichen Tages- und Nachtstunden in Schutzräume fliehen, während unser Söhne zum Kampf in den Gazastreifen geschickt wurden, und dabei schlaflose Mütter und Ehefrauen zurücklassen, die darum beten, dass sie unversehrt heimkehren mögen." Man konzentriere sich darauf, unermüdlich in Schutzräume zu investieren, psychologische Beratung für Kinder anzubieten, die unter der akutellen Situation litten, wiederherzustellen, was zerstört worden sei. Shvo weiter: "Gleichzeitig bete ich auch für das Wohl der unschuldigen Zivilbevölkerung in Gaza, deren Führung zynisch beschlossen hat, ihr Leid heiligzusprechen."

Es sei ihm ein Bedürfnis, Norbert Feith etwas von dem Schmerz zu vermitteln, den er in diesen Tagen empfinde und der ihn bei seiner Verpflichtung begleite, das Leben der Bevölkerung in Ness Ziona zu schützen. Zum Schluss heißt es: "Wie immer ist uns Ihre Unterstützung und Ihre Freundschaft auch in dieser schwierigen Zeit ein Lichtblick".