Bürgerreise nach Blyth: Noch Plätze frei

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Eine Bürgerreise in Solingens englische Partnerstadt Blyth veranstaltet der neu gegründete Partnerschaftsverein vom 23. bis zum 28. April.

Es sind noch Plätze frei. Anmeldungen bis Ende Februar werden erbeten an den Vorsitzenden Bernd Clemens, Telefon 61967, e-Mail blyth.solingen@t-online.de.

Neben einem Besuchs- und Besichtigungsprogramm stehen freundschaftliche Begegenungen und Veranstaltungen mit der englischen Partnerschaftsgruppe auf dem Programm, die im Frühjahr 2014 zu Gast in Solingen war. Der Reisepreis bei einer Gruppenstärke von 30 Personen beträgt rund 600 Euro, enthalten sind die Fahrt mit Reisebus und Fähre (Ijmuiden/Newcastle), Hotel-Übernachtungen und Besichtigungsprogramm.

Blyth ist in der Grafschaft Northumberland im Nordosten Englands gelegen und hat rund 26.000 Einwohner. Die Städtepartnerschaft mit Solingen besteht seit 1962.

Die offizielle Partnerschaft geht auf einen regelmäßigen Schüler- und Jugendaustausch seit 1951 zurück, dem intensive Kontakte zwischen Vereinen folgten. Seit 1997 finden jährliche Bürgerreisen statt.

Durch den Zusammenschluss von Blyth, Cramlington, Seaton Delaval, Seaton Sluice und anderen Ortschaften entstand 1974 der Distrikt Blyth Valley, der die Partnerschaft übernahm. Eine weitere Reform im Jahr 2009 löste den Distrikt wieder auf, die ursprüngliche Partnerschaft zur Stadt Blyth entstand neu. 2014 gründeten Solingerinnen und Solinger einen Partnerschaftsverein.

Blyth liegt an der Küste, rund 80 Kilometer von der schottischen Grenze entfernt. Es liegt eingebettet in eine reizvolle Landschaft mit langem Sandstrand und Dünen an der Küste, Feldern und Wiesen im Inneren. Bis zum Northumberland Nationalpark mit einem der größten Aufforstungsgebiete Europas ist es nicht weit, etwas nördlich liegen die unwirtlichen Hochmoore und der berühmte Hadrian's Wall.

Kohlevorkommen und der Hafen bestimmten einen wirtschaftlichen Aufschwung im 19. Jahrhundert: Aus ehemaligen Farmersiedlungen wurden Bergbaustädte, im Hafen florierte der Schiffsbau. Minenschließungen und Werftenkrisen in den 50er und 60er Jahren führten zu einer Strukturkrise. Ende der 90er Jahre entstanden Unternehmen vor allem in der chemischen Industrie, im Maschinenbau, in der Biotechnik u.a. Der Hafen ist auch heute noch Umschlagplatz für Erzeugnisse aus dem Hinterland, unter anderem Aluminiumerz, Importkohle, Papier und Holz. Am Ostpier 9 entstanden Windkraftanlagen, unter anderen zwei Offshore-Windkraftanlagen, die zu den größten der Welt zählen.