Das Grundgesetz hatte auch Mütter

Pressemitteilung

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In der VHS-Reihe "Starke Frauen" wird am 24. Mai Elisabeth Selbert vorgestellt

"Männer und Frauen haben die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten." Dieser Satz aus der Weimarer Verfassung ging der Juristin Elisabeth Selbert nicht weit genug: Sie setzte nach vielen Diskussionen und Kämpfen den umstrittenen Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes durch: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." Die Solinger Journalistin Stefanie Mergehenn porträtiert in ihrer Vortragsreihe "Starke Frauen" am Freitag, 24. Mai, um 15 Uhr im VHS-Forum (Raum 322) der Bergischen Volkshochschule an der Mummstraße 10 die streitbare Juristin, der die Sache immer wichtiger war als die eigene Karriere.

Elisabeth Selbert (1896-1986) aus Kassel gilt als eine der vier „Mütter des Grundgesetzes", das vor genau 70 Jahren in Kraft trat. Der deutschen Politikerin ist es zu verdanken, dass die Gleichberechtigung in den Grundrechte-Teil der bundesdeutschen Verfassung aufgenommen wurde. Schon in der Weimarer Republik hatte die Sozialdemokratin als Journalistin und Rednerin immer wieder an die Pflicht der Frauen gemahnt, sich politisch zu informieren und zu engagieren. Während ihr Mann als politischer Häftling im KZ war, ernährte sie als Anwältin die Familie. Seit 1948 kämpfte sie als Mitglied des Parlamentarischen Rates für die Chancengleichheit von Mann und Frau.

Die VHS-Veranstaltung wird unterstützt von der Solinger Gleichstellungsstelle. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.