Das Zentrum für verfolgte Künste kommt ein Stück weiter

Pressemitteilung

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Die Stadt Solingen will mit dem Landschaftsverband Rheinland ein gemeinsames Museum betreiben, das "Zentrum für verfolgte Künste". Es wäre bundesweit einzigartig.

Aber der Weg zur Eröffnung ist kompliziert, lang und mit allerlei juristischen Hürden bestückt. Jetzt geht es wieder einen Schritt weiter: Die Verwaltung schlägt dem Stadtrat vor, gemeinsam mit dem Landschaftsverband eine neue Gesellschaft des Privatrechts zu gründen. Der Name: "Zentrum für verfolgte Künste GmbH". Die Gesellschaft soll das neue Museum im alten Gräfrather Rathaus betreiben; als zweite Säule neben dem Kunstmuseum der Stadt Solingen mit der städtischen Kunstsammlung.

Nach den Beratungen im Ausschuss für Kultur und Stadtmarketing (27. März), dem Beteiligungs-, dem Finanz- sowie dem Haupt- und Personalausschuss wird die Entscheidung über die Gründung der GmbH sowe notwendige Anpassungen der Stiftungssatzung der Bürgerstiftung und ergänzender Verträge dem Rat der Stadt am 10. April vorgelegt. Parallel zu den Stadtgremien beraten die Partner Elser-Lasker-Schüler-Zentrum, Landschaftsverband und die "Bürgerstiftung für verfolgte Künste" das komplexe und umfangreiche Vertragswerk. Vor der Sommerpause sollten alle ausstehenden Beschlüsse gefasst sein. Im Anschluss müssen dann noch Kommunalaufsicht, Finanzverwaltung und die Stiftungsaussicht des Landes ihr Plazet geben. Erst wenn alle Genehmigungen vorliegen, können Stadt Solingen, bzw. die Beteiligungsgesellschaft und der Landschaftsverband den Gang zum Notar antreten.

Die Stadt Solingen wird über ihre Tochter "Beteiligungsgesellschaft" (BSG) mit 33 Prozent an der ZentrumsGmbH beteiligt sein; 67 Prozent übernimmt der Landschaftsverband Rheinland. Das bedeutet, dass die BSG dem neuen Musem jährliche Betriebskostenzuschüsse in Höhe von 145.000 überweist und der Landschaftsverband 290.000 Euro. Mit im Boot ist außerdem die Bürgerstiftung für verfolgte Künste, die Erträge aus ihrem Stiftungskapital beisteuert.