Das Ziel: Bildungschancen erhöhen

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Neue Impulse bei der Bildungskonferenz

Zum 24. Mal tagte die städtische Bildungskonferenz im Bürgersaal der Solinger Stadtkirche, um gemeinsame und praxisorientierte Ziele für den Bildungsstandort Solingen zu formulieren. Rund 40 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung, Schulen, Stadtschulpflegschaft, Schulaufsicht und Verbänden folgten der Einladung von Schuldezernentin Dagmar Becker, die das Gremium jetzt wieder aktivieren will. Das erste Treffen unter ihrer Leitung ist aus Sicht der Beigeordneten "sehr konstruktiv gelaufen". Moderiert von Dr. Hannah Büttner, einer systemischen Beraterin in Veränderungsprozessen, wurden in fünf Arbeitsgruppen folgende aktuelle Themen diskutiert:

  • Netz-Leiter-Modell - eine vom Sprecherrat aller Solinger Schulen erfolgreich begonnene Kooperation, um Kindern den Weg zu höheren Bildungsabschlüssen zu erleichtern sowie einen eventuellen Abstieg aufzufangen bzw. zu verhindern
  • Inklusion: Neue Konzepte sind notwendig, um das gemeinsame Lernen zu unterstützen.
  • Schulabsentismus: Hier erarbeitet das regionale Bildungsbüro zusammen mit vielen örtlichen Partnern ein Konzept.
  • Seiteneinstieg für neu Zugewanderte: Hier geht es vor allem um Fördermöglichkeiten für Kinder, die dem Regelunterricht noch nicht folgen können.
  • schulformübergreifende Zusammenarbeit, in der gute Ansätze wie der gelingende Schulform-Wechsel modellhaft ausgebaut werden sollen.

"Noch immer entscheiden soziale Milieus, in denen die Kinder aufwachsen, über ihre Bildungschancen", stellt Dagmar Becker fest. Das soll sich ändern. Deshalb wollen die Mitglieder der Bildungskonferenz stärker in den Blick nehmen, welche Fördermöglichkeiten das Land bietet, um die Übergänge von der Grund- zur weiterführenden Schule und von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II optimal zu gestalten. So hat sich auch die Solinger Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, den Anteil von Schülern in Gymnasien, die aus sozial und familiär benachteiligten Verhältnissen kommen, bis 2023 um zehn Prozent zu steigern. Zudem sollen sich die Übergänge innerhalb der Bildungsbiographien bis 2025 signifikant verbessern.

Die nächste Bildungskonferenz soll im September 2018 stattfinden. Dann sollen die ersten Ergebnisse aus den fünf Arbeitsgruppen vorliegen.