Den Anfängen wehren!

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Oberbürgermeister Norbert Feith zu Hakenkreuzschmierereien an einer Solinger Flüchtlingsunterkunft

„Wir sollten uns hüten, die Schmierereien an einer Solinger Flüchtlingsunterkunft als Dumme-Jungen-Streich abzutun. In dieser Einschätzung bin ich mir mit Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher vollkommen einig. Wir haben heute morgen telefoniert und werden weiter in enger Abstimmung bleiben.Indem die Täter das Haus auf diese Art markierten, wollten sie die Menschen, die dort wohnen und die in unserer Stadt Zuflucht gesucht haben, einschüchtern und Angst verbreiten. Das ist vollkommen unakzeptabel!

Dass der Vorfall sich in den Tagen zuträgt, in denen Solingen sich an das Kriegsende und den Untergang des Nazireiches erinnert, zeigt, wes Geistes Kind die Täter sind. Weder der Oberbürgermeister noch der Stadtrat werden sich davon abbringen lassen, auch weiterhin Flüchtlinge in Solingen willkommen zu heißen und ihre Unterbringung und Versorgung sicherzustellen. Ich bitte die Solingerinnen und Solinger, die Augen offen zu halten und der Stadt und der Polizei derartige Schmierereien schnell bekannt zu machen. Wir müssen gemeinsam den Anfängen wehren und Extremisten klar machen, dass sie es sind, die in dieser Stadt niemand haben will.“

Wie heute bekannt geworden ist, haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag Hakenkreuze auf die Fassade einer Solinger Flüchtlingsunterkunft und auf den Gehweg davor gesprüht. Die Stadt hat Anzeige erstattet, der Staatsschutz ermittelt. Die Schmierereien wurden inzwischen entfernt.