Entscheidung für den Schulfrieden

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Hauptschule Central zieht zur Krahenhöhe

Die verbleibenden Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Central werden nach den Sommerferien zur Hauptschule Höhscheid an der Krahenhöhe umziehen. „Den einstimmigen Ratsbeschluss vom 6. Dezember 2012 zur Auflösung der Hauptschule Central werden wir definitiv zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 umsetzen", stellt Schuldezernentin Dagmar Becker klar. Sämtliche Vorbereitungen und Absprachen für die Umsetzung und den Umzug seien getroffen.

Die derzeit emotional geführte Diskussion im Umfeld der Hauptschule Central macht es aus ihrer Sicht nötig, die Fakten noch einmal klarzustellen.

Schon im Sommer 2012 fand eine Elternbefragung in Solingen statt, weil immer weniger Eltern sich eine Hauptschule für ihre Kinder wünschten und die Gesamtschulen schon damals so attraktiv waren, dass sie nicht alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler aufnehmen konnten. Das Votum der Eltern war so eindeutig, dass in der Folge in Höhscheid die vierte Solingen Gesamtschule gegründet wurde und in die Hauptschule Central die neu ins Leben gerufene Sekundarschule mit einzog.

Am 16. Januar 2013 hatte die Bezirksregierung der Auflösung der Hauptschule zugestimmt mit dem Hinweis, eine Fortführung im Schulgebäude sei nur so lange möglich, wie ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb gewährleistet sei. Becker: „Aus der kleiner werdenden Schülerzahl ergibt sich ein reduziertes Lehrerkollegium, das den Stundenplan nicht mehr abdecken kann. Damit ist ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb nicht mehr möglich." Die Entscheidung ist durch die dafür zuständige Untere Schulaufsichtsbehörde getroffen worden.

Die Schulleitung ist offiziell bei einem Treffen mit Schulaufsicht und Schulverwaltung am 29. Februar 2016 darüber informiert worden, dass der Umzug definitiv zum Schuljahreswechsel 2017/2018 stattfinden wird. Dagmar Becker zeigt sich irritiert darüber, dass diese Information Elternschaft und Kollegium der Schule wohl nicht erreicht hätte. „Eltern beklagen sich sehr darüber, dass sie erst nach dem 22. Dezember 2016 informiert worden seien." Bei diesem Treffen mit der Schulleitung ist es bereits um das konkrete Umzugsverfahren gegangen.

Die Schuldezernentin sichert den beteiligten Schülerinnen, Schüler und Eltern zu, dass alles getan wird, damit die Umstellung für alle Beteiligten ebenso problemlos verläuft wie bei den vergleichbaren Verfahren der ehemaligen Hauptschulen Mangenberg und Krahenhöhe. Sie appelliert weiterhin: „Gestalten Sie die Umstellung konstruktiv mit, denn es geht jetzt um die Jugendlichen und darum, dass sie einen guten Schulabschluss erreichen."

Sie erinnert an das Jahr 2012: "Damals haben alle Beteiligten es für gut geheißen, den Wünschen der Eltern zu entsprechen und als eine Entscheidung für den Schulfrieden in unserer Stadt gefeiert. Ich denke, das gilt so auch heute noch."