Ebolaverdacht in Solingen hat sich nicht bestätigt

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Ein Ebolaverdachtsfall, der heute Nacht in Solingen gemeldet wurde, hat sich nicht bestätigt.

Um 0:21 Uhr war bei der Feuerwehr-Leitstelle ein Notruf eingegangen, der die Möglichkeit einer Ebola-Infektion nahe legte. Das Rettungsteam und eine ebenfalls entsandte Notärztin nahmen vor Ort per Handy Kontakt mit dem Patienten auf, der Ende März aus einem der westafrikanischen Länder mit Ebola-Fällen eingereist war. Nach später auch mit Hilfe eines Dolmetschers geführten Gesprächen und der normalen Körpertemperatur des Mannes konnte heute Morgen Entwarnung gegeben werden.

Bis dahin hatte in der gemeinsamen Leitstelle der Feuerwehr in Wuppertal ein Krisenstab unter Leitung des stellvertretenden Chefs der Solinger Feuerwehr, Dr. Ottmar Müller, alles für den Fall vorbereitet, dass sich der Verdacht bestätigt hätte. Auch der Leiter des Stadtdienstes Gesundheit, Joachim Eichenberg, und die ärztliche Leiterin des Rettungsdiestes Wuppertal, Dr. Hella Körner-Göbel, saßen in der Nacht mit am Tisch. Dr. Müller lobte die Zusammenarbeit der Wuppertaler und Solinger Beteiligten: "Das hat perfekt funktioniert."

So habe die Leitstelle beim Eingang des Notrufs die Möglichkeit einer Ebola-Infektion anhand festgelegter Abfragen erkannt und die Besatzung des Rettungswagens wie auch den Notarzt entsprechend informiert. Gleichzeitig wurde eine auch für Solingen zuständige, auf hochinfektiöse Patienten spezialisierte Einheit der Wuppertaler Feuerwehr alarmiert. Deren Notarzt war ebenfalls in Solingen vor Ort.

Zur Abklärung, ob ein Verdachtsfall begründet ist, nutzen Ärzte eine Hilfestellung des Robert-Koch-Instituts mit zwei Hauptkriterien: Fieber und der enge Kontakt mit Ebolakranken oder infiziertem Material vor weniger als 21 Tagen. Beides konnte in dem Solinger Vedachtsfall ausgeschlossen werden.