Gang auf der Müngstener Brücke bereits ausgebucht

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Beim Tag des offenen Denkmals am 10. September gibt es viele interessante Besichtigungen.

Schon nach wenigen Stunden ausgebucht war die besondere Überraschung beim Tag des offenen Denkmals am 10. September. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn bieten der Bergische Geschichtsverein und die Untere Denkmalbehörde Führungen über den Wartungsgang unterhalb der Gleisbrücke der Müngstener Brücke an.

Müngstener Brücke - Baustellenführung
Die 1897 nach Plänen von Anton Riepel fertiggestellte imposante stählerne Bogenbrücke stellte einen Meilenstein im Brückenbau des 19. Jahrhunderts dar. Sie entstand wie eine Reihe weiterer Brücken in Deutschland in dem nationalen Wettbewerbsgedanken, die in den 1880er Jahren in Frankreich errichteten Bogenbrücken zu übertrumpfen. Bei der Müngstener Brücke wurde zum ersten Mal im "Freien Vorbau" gearbeitet. Mit 107 Metern ist sie bis heute die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Seit einigen Jahren wird sie aufwendig saniert.

Die Begehung erfolgt auf eigene Gefahr - man sollte festes Schuhwerk tragen, gut gehen können und schwindelfrei sein. Helme und Warnwesten werden gestellt. Weil der Weg über zahlreiche Treppen und den teilweise unebenen stählernen Wartungsgang führt, ist die Führung für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, leider nicht geeignet.  Kinder dürfen nur mit, wenn sie mindestens zehn Jahre alt und in Begleitung eines Erziehungsberechtigten sind.

Alle angebotenen Führungen sind bereits vollständig ausgebucht.

Treffpunkt ist eine Fläche gegenüber dem Bahnhof Schaberg, wo Baustellenmaterial gelagert wird. Es gibt dort keine Parkplätze, deshalb sollte man die P+R-Parkplätze am Bahnhof Mitte sowie am Solinger und Remscheider Hauptbahnhof nutzen und mit der S7 (Müngstener) zum Bahnhof Schaberg anreisen.

 

Hier sind noch weitere interessante Angebote zum Tag des Denkmals in Solingen:

 

Fachwerkhaus in Wald – Alte Straße 11
Eines der wenigen nahezu unverändert erhaltenen Fachwerkhäuser des alten Walder Ortskerns, erbaut um 1800. Seit gut 100 Jahren im Familienbesitz, wurde es nun aufwendig saniert, um einer weiteren Generation als Wohnhaus zu dienen.
geöffnet von 14:00 bis 16:00 Uhr,
Führungen stündlich bzw. nach Bedarf durch die Eigentümer
Man kann nicht vor Ort parken, deshalb auf den Walder Marktplatz oder den Halfenweiherpaltz ausweichen.

 

Hofschaft Haasenmühle – Haasenmühle 8
1405 erstmalig erwähnt, als Mühle errichtet, um 1630 Brauerei und Brennerei. Seit 1851 im Familienbesitz und als Wohnhaus genutzt, wird das Haupthaus seit einigen Jahren aufwendig saniert.
geöffnet von 11:00 bis 18:00 Uhr,
Führungen stündlich durch die Eigentümerin

 

Evangelische Lutherkirche - Kölner Straße 1a
1898 - 1901 erbauter, neuromanischer Zentralbau auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Die Gemeinde stellt die aktuellen Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt der Kirche vor.
geöffnet von 14:00 bis 18:00 Uhr,
14:30 Uhr Führung zur Sanierung durch H.-J. Schweikhart und K. Scharwächter
14:00 und 15:00 Uhr DVD-Vorführung: Lutherkirche, eine der schönsten Kreuzturmkirchen Deutschlands
15:00 und 16:00 Uhr Turmbesteigung

 

Dorper Kirche - Schützenstraße Ecke Ritterstraße
Nach einer Gesamtsanierung der 1914 erbauten Kirche vor einigen Jahren präsentiert in diesem Jahr die Orgel mit frisch saniertem Klang die Macht und Pracht der Musik.
geöffnet von 11:00 bis 14:00 Uhr
11:00 Uhr
Gottesdienst
12:15 – 12:45 Uhr Orgelmatinee mit Birgit Rhode und Sabrina Skoda
13:00 – 14:00 Uhr Orgelführung mit Annegret Pallasch
12:00 – 14:00 Uhr Kaffee und Waffeln in der Cafeteria der Kirche

 

Evangelische Kirche Gräfrath – Gräfrather Markt 12
1688 errichteter, protestantischer Saalbau. Die Schlichtheit der Kirche steht für die Konzentration der reformierten Tradition auf die Verkündigung des Wortes Gottes. Wenn eine Macht betont werden soll, dann über die Kraft des verkündigten Wortes.
geöffnet von 15:00 bis 17:00 Uhr
16:00 Uhr
Führung mit historischem Überblick, Dr. Holger Überholz

 

Der Tag des offenen Denkmals wird bundesweit begangen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat ihn 1993 ins Leben gerufen. Seitdem findet er einmal jährlich unter einem anderen Motto statt. Diesmal ist es „Macht und Pracht“.