Ein Toter bei schwerem Verkehrsunfall

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Neuenhofer Straße für acht Stunden gesperrt

Einen Toten und mehrere teils schwer Verletzte forderte ein dramatischer Verkehrsunfall, der sich am Montag gegen 8:45 Uhr auf der Neuenhofer Straße in Höhscheid ereignete. Vermutlich aufgrund eines plötzlichen Herz-Infarktes verlor der Fahrer eines Tank-Lasters die Kontrolle über sein Fahrzeug, das mit rund 12.000 Litern Diesel gefüllt war. Der Tank-Laster prallte in Höhe der Bushaltestelle Erfer Straße in einen am rechten Fahrbahnrand stehenden Umzugswagen einer Möbelspedition. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Umzugswagen seitlich in einen gerade haltenden und voll besetzten Linienbus der Solinger Stadtwerke geschoben. Dabei wurde der auf der hinteren Laderampe stehende Mitarbeiter des Umzugs-Unternehmens ebenso verletzt wie der Busfahrer und sechs seiner Fahrgäste. Der 70-jährige Fahrer des Tank-Lasters starb wenig später im Krankenhaus.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der mit Ordnungsdezernent Jan Welzel an die Unfallstelle geeilt war, zeigte sich betroffen vom Tod des Unfallfahrers und den Verletzungen der anderen Beteiligten. Zugleich lobte er die spontane Hilfe der direkt herbei geeilten Anwohner und den Einsatz der Rettungskräfte, die eine noch größere Katastrophe verhindern konnten. Da der Tank leck geschlagen war, hatten sich mehrere tausend Liter Diesel über die Fahrbahn und in die Kanalisation ergossen. Mit Unterstützung ihrer Wuppertaler Kollegen konnten die rund 70 Solinger Feuerwehrleute die undichten Stellen abdichten und das ausgelaufene Heizöl aufnehmen. Wegen der Brandgefahr mussten auch die Bewohner der benachbarten Häuser evakuiert werden, bevor eine Spezialfirma die restliche Diesel-Ladung abpumpen konnte. Die Kanalisation wurde von städtischen Mitarbeitern gespült und das Klärwerk alarmiert.

Aus den Nachbarstädten waren auch Rettungs- und Krankentransportwagen sowie Notärzte nach Höhscheid geeilt. Die teils unter Schock stehenden Busgäste wurden nach ihrer Bergung - teils durch die zerschlagenen Fenster - von einem Notarzt inspiziert. Auch zwei Kinder wurden zum vorsorglichen Röntgen ins Krankenhaus gebracht, das sie aber bald darauf wieder verlassen konnten. Die Erstklässler waren gerade mit ihren Mitschülern von der Grundschule Wiener Straße auf dem Weg in die Gräfrather Fauna gewesen. Mitarbeiter der Notfallseelsorge betreuten die kleinen Ausflügler, bis sie in die Obhut ihrer Eltern übergeben werden konnten. In den nächsten Tagen wird eine Mitarbeiterin des Schulpsychologischen Dienstes die Klasse besuchen, um den Unfall aufzuarbeiten.

Während der Reinigungs- und Bergungsarbeiten, für die ein Kran angefordert werden musste, musste die Neuenhofer Straße für rund acht Stunden zwischen Lindenhof und Hermann-Meyer-Straße gesperrt werden. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.