Else Lasker Schüler: Mein Herz – niemandem

Pressemitteilung

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„Sie war die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte“, urteilte der Dichter Gottfried Benn über Else Lasker-Schüler. Am Welttag des Buches, Donnerstag, 23. April, 19 Uhr, steht sie im Lichtraum der Stadtbilbliothek im Mittelpunkt eines Abends mit Lichtbildervortrag, Rezitation und Musik (Eintritt 4 €): Mein Herz – niemandem!

Geboren wurde sie am 11. Februar 1869 in Elberfeld, heute Wuppertal. Ab 1895 lebte sie mit ihrem ersten Ehemann, dem Arzt  Berthold Lasker, in Berlin. Neben Lyrik schrieb sie auch Romane, Essays und drei Theaterstücke: „Die Wupper“, „Arthur Aronymus und seine Väter“ und „IchundIch“.

 Else Lasker-Schüler zeichnete, malte und illustrierte ihre Bücher selber. 1937 wurden 104 ihrer Zeichnungen aus der Berliner Nationalgalerie als „entartet“ beschlagnahmt. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war sie die zentrale Figur der künstlerischen Avantgarde in Berlin und die erste Dichterin der Moderne (Expressionismus). Am 19. April 1933 emigrierte die Jüdin Lasker-Schüler. Vor 70 Jahren, am 22. Januar 1945, starb sie in Jerusalem.

Den Lichtbildervortrag hält der pensionierte WDR-Journalist Hajo Jahn, Gründer und Vorsitzender der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal, und ihrer Stiftung Verbrannte und verbannte Dichter/Künstler. Das Zentrum der Verfolgten Künste ist heute im Kunstmuseum Solingen beheimatet. Rezitatorin ist die Schauspielerin Claudia Gahrke, die auch eine von der Kritik gefeierte CD mit Texten von Else Lasker Schüler aufgenommen hat: "Die kreisende Weltfabrik". Als Musiker ist Herbert Mitschke dabei.

Weitere Informationen: www.stadtbibliothek.solingen.de, Telefon 290 3245.