Energie aus Sonne und Wind

Pressemitteilung

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Statusbericht dokumentiert den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region

Erneuerbare Energien gewinnen immer mehr an Bedeutung: Sie ersetzen fossile Energieträger, tragen zur Umweltentlastung und zum Klimaschutz bei. Vor diesem Hintergrund wollten die drei Bergischen Großstädte und Kreis Mettmann erfahren, welche Entwicklung in der Region zu erkennen ist. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der drei Städte und des Kreises hat daher den "Statusbericht Erneuerbare Energien 2000 – 2012" erarbeitet, der jetzt vorgelegt wurde. "Wir können in Solingen einen deutlichen Zuwachs bei Nutzung erneuerbarer Energien verzeichnen", freut sich Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Im Zuge der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes setzt er auf weitere Forschritte. Das komme nicht nur der Umwelt zugute , sondern biete zum Beispiel auch Chancen für Handwerksunternehmen vor Ort.

Die Ergebnisse

Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Sonnenenergie potenziell den größten Beitrag liefern kann. Ende 2012 waren insgesamt 4.227 Photovoltaik-Anlagen im Einsatz mit einer Gesamt-Spitzenleistung von 52.755 Kilowatt. Der erzeugte Strom wurde überwiegend ins Netz eingespeist und nach den Bestimmungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vergütet.

Die Anzahl der Solarthermie-Anlagen lässt sich durch eine Statistik der geförderten Anlagen nur annähernd bestimmen. Demnach werden im Bergischen über 3.400 Solarthermie-Anlagen mit einer Gesamtfläche von 30.396 Quadratmeter betrieben.

Für die weitere Entwicklung ist das Solarkataster (www.Solarkataster.Solingen.de) von großer Bedeutung: Es zeigt, an welchen Gebäuden Sonnenenergie sinnvoll genutzt weden kann und welche Erträge zu erwarten sind.

Die Wärmebereitstellung aus Biomasse hat sich in den letzten acht Jahren in Deutschland mehr als verfünffacht. Allein die Anzahl der Pelletheizungen mit Kessel und der Kaminöfen stieg von 50.000 im Jahr 2004 auf 278.606 im Jahr 2012. Sie erzeugten Wärmemenge von 888.000 Megawattstunden (Deutsches Pelletinstitut 2013).

In Nordrhein-Westfalen trug die Holzabsatzförderrichtlinie (Hafö) des Landes von 1999 bis 2006 maßgeblich zum Anstieg bei. In den Bergischen Großstädten und im Kreis Mettmann wurden nach dieser Richtlinie 257 Pelletkessel und 22 Holzhackschnitzelkessel mit einer installierten Leistung von 12.880 Kilowatt gefördert. Zudem waren 2012 1.239 Pellet- und Holzhackschnitzelanlagen in Betrieb, die mit Mitteln des Bundes (BAFA) gefördert wurden. Sie lieferten eine Wärmemenge in Höhe von 48.067 Megawattstunden.

Die Windkraft hat in den vergangenen 20 Jahren in der Bundesrepublik einen beispielhaften Siegeszug angetreten. Waren 1990 gerade 405 Anlagen mit 55 Megawatt Gesamtleistung am Netz, so stieg die Zahl bis 2012 auf 22.962 Anlagen mit 31.300 Megawatt Gesamtleistung um das 570-fache an. Bundesweit wurde eine Strommenge von 50,7 Mio. Megawattstunden erzeugt. In den Bergischen Großstädten und im Kreis Mettmann lieferten 2012 zwölf Windkraftanlagen mit einer Leistung von 5,82 Megawatt insgesamt 9.935 Megawattstunden Strom.

Die Ergebnisse sind in einer Broschüre mit nützlichen Begleitinformationen zusammengefasst und mit konkreten Beispielen aus der Region illustriert. Der Bericht steht im Internet zum Download bereit: www.klimaschutz.solingen.de, www.eebl.de. Bestellung per E-Mail: p.vorkoetter@solingen.de.