Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt

Pressemitteilung

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Die Situation auf dem Solinger Wohnungsmarkt ist auch im Jahr 2011 entspannt. Details zeichnet ein 60seitiger Bericht des Stadtdienstes Wohnen nach.

Demnach gab es 2011 80.507 Wohnungen in Solingen, 1.379 Grundstücke fanden mit einem Umsatz von 285,2 Millionen Euro neue Besitzer. Bezogen auf jeweils 1.000 Einwohner wurden 2,12 Mehrfamilienhäuser neu gebaut, deutlich weniger als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre (3,13 pro 1.000). Die Quote leerstehender Wohnungen hat sich mit 4,14 Prozent in den letzten sieben Jahren mehr als verdoppelt.

Der Grund dafür liegt sicherlich in einer seit 2001 sinkenden Bevölkerungszahl. Prognosen gehen von nur noch 147.500 Einwohnern im Jahr 2030 aus. In den letzten elf Jahren ist der Anteil der Altersgruppe 65 und älter um fast 3,5 Prozent gestiegen, die der 30 bis 45jährigen dagegen um 5,6 Prozent gesunken. "Diese Entwicklung wird die Nachfrage nach altersgerechtem und barrierefreiem Wohnraum steigern", erläutert Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Deshalb sei seniorengerechtes, auch gefördertes Wohnen besonders zu unterstützen. Hoferichter weiter: "Trotz sinkender Bevölkerungszahlen gehen wir von einem Anstieg der Haushalte aus, weil immer mehr Menschen allein leben." Außerdem erwarte man eine große Nachfrage nach qualitativ hochwertigem und großzügigem Wohnraum in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Ausgehend von weiterhin günstigen Hypothekenzinsen und attraktiven Grundstücken werden die Rahmenbedingungen für den Haus- und Wohnungsbau als gut betrachtet.

Obwohl der Bestand an Sozialwohnungen weiter sinkt, rechnet man im Rathaus nicht mit Versorgungsengpässen.

In den letzten zehn Jahren sind die Wohnnebenkosten um 17 Prozent gestiegen, dabei vor allem Kosten für Strom und Heizung. Dies, so die Einschätzung, werde niedrigen Energieverbrauch zu einem immer wichtigeren Argument bei der Vermarktung von Wohnraum machen.

Der Bericht der Wohnungsmarktbeobachtung ist für 10 Euro auf CD und für 5 Euro per e-Mail zu haben. Kontakt: André König, Telefon 290-2687