Ernst Schneider: Diplomkaufmann und Verwaltungsjurist

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Der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft geht in Pension

Ernst Schneider, langjähriger Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen und früherer Stadtkämmerer und Stadtdirektor, hat am morgigen Donnerstag seinen letzten Arbeitstag. Der studierte Betriebswirt und Verwaltungsjurist geht nach exakt 18 Dienstjahren in Solingen in den Ruhestand. Der gebürtige Düsseldorfer war seit dem 1. Januar 1997 in den Diensten der Klingenstadt, zunächst als Beigeordneter für das kaufmännische Ressort, Stadtkämmerer und Stadtdirektor; seit 2001 als Geschäftsführer der städtischen Holdinggesellschaft, seit 2008 in hauptamtlicher Funktion. Die BSG hält bei den privatrechtlichen Unternehmen und Betrieben, an denen die Stadt beteiligt ist, die Fäden in der Hand. Der „Konzern Stadt Solingen“ besteht außer der Kernverwaltung mittlerweile aus achtzehn unmittelbaren Gesellschaften, zwölf mittelbaren Gesellschaften und zwei eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen.

In die Zeit Schneiders als Kämmerer fallen außer dem Einstieg der Verwaltung in die doppelte Buchführung (ab 2007: „Neues Kommunales Finanzmanagement“), der Einzug der Verwaltung in das ehemalige Solvaygebäudes Bonner Straße 100 (1997) und der Verkauf von 49 Prozent der Stadtwerke-Anteile an die MVV Mannheim (2001). Während er diese Transaktion als „Meilenstein“ seiner Laufbahn bezeichnet, hatte er an der Konzipierung und Realisierung des „Kunstrasenprogramms“ (ab 2002) der Stadt die „größte Freude“. Damals gab die Stadt fünf Sportplätze auf und verkaufte die Flächen als Bauland. Vom Erlös finanzierte die Stadt Kunstrasen für die verbliebenen Tennenplätze. Dank des Kunstrasens wurde der Fußball als Jugendsportart in Solingen noch beliebter.

Vor seiner Zeit in Solingen arbeitete Ernst Schneider von 1975 bis 1979 als Diözesanvorsitzender des Bundes Katholischer Jugend, danach beim Rhein-Sieg-Kreis (1982 bis 1992)  und anschließend beim Rheinisch-Bergischen Kreis, wo er bereits Kreiskämmerer und in Personalunion Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung  war.

Auf den Ruhestand „vorbereitet“ hat sich der 65jährige nicht, im Januar will er noch seinen Schreibtisch und die Aktenschränke im Solinger Rathaus aufräumen, danach freut er sich, endlich mehr Zeit für sportliche Betätigung, für Freunde und Familie zu haben.