Erst Regen, dann volle Auftragsbücher

Pressemitteilung

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Bau des Viehbachsammlers schreitet zügig voran, auch wenn es an der Höhscheider Straße / Mühlenstraße Verzögerungen gibt

Bei den Bauarbeiten auf der Höhscheider Straße / Mühlenstraße unterhalb der Stadtautobahn müssen die Experten der Technischen Betriebe Solingen eine Reihe unvorhergesehener Hürden überwinden. Deshalb dauert es dort länger als zunächst geplant: Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein, bis dahin gilt die einspurige Verkehrsführung.

Im Bereich Mühlenstraße / Höhscheider Straße werden zurzeit zwei Regenüberläufe umgebaut und an den neuen Viehbachsammler angeschlossen. Gesammelt wird das Regenwasser in einem Schachtbauwerk aus Stahlbeton, das unterhalb der Brücke entsteht. Dabei führte zunächst der nasse Winter zu Verzögerungen, dann zerstörte Starkregen im Frühjahr bereits fertige Bauleistungen. Im weiteren Verlauf stieß man auf alte Fundamente, Bachverrohrungen und Gasleitungen, die in den Plänen nicht verzeichnet waren und entfernt werden mussten. Schwierig wurde schließlich vor allem die Koordinierung verschiedener Arbeiten spezialisierter Unternehmen: Die Auftragsbücher sind überall voll, Abläufe eng getaktet. Verzögert sich ein Arbeitsschritt, kann ein anderer deshalb nicht immer nahtlos anschließen.

Auch wenn es an diesem Standort Verzögerungen gibt, schreitet der Bau des Viehbachsammlers doch insgesamt zügig voran. Nachdem der Rohrvortrieb im zweiten Bauabschnitt zwischen Barl und Schwarze Pfähle im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, wurden in den letzten Monaten insgesamt vier Stahlbeton-Schachtbauwerke errichtet - das größte auf der Viehbachtalstraße: Die Startgrube dort hat einen Durchmesser von etwa elf Metern und ist mehr als 20 Meter tief. Aktuell werden in diesen Schächten die Gerinne betoniert und zum Schutz vor dem Abwasser mit Klinkersteinen ausgekleidet. Danach werden Ausrüstung und Technik eingebaut, Schaltschränke mit Steuerung aufgestellt und Leerrohre verlegt.

Insgesamt werden Arbeitsabläufe immer wieder geprüft und, wenn möglich, optimiert. So wird jetzt beispielsweise ein wichtiger Schritt in den laufenden Bauabschnitt vorgezogen, der zunächst für einen späteren Zeitpunkt geplant war: Die Entwässerung der Viehbachtalstraße wird dabei an den neuen Sammler angeschlossen. Zwar verlängert sich dadurch die aktuelle Verkehrsführung auf der Stadtautobahn bis voraussichtlich zum Jahresende, doch ist nicht mehr nötig, zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine Baustelle mit Einschränkungen einzurichten. Wichtige Argumente für diese Lösung: Aktuell läuft der Verkehr nahezu störungsfrei, zudem lassen sich Kosten reduzieren.