Europäischer Brückenschlag in Berlin

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Solingen, Remscheid und Wuppertal nutzten Tourismusbörse für Netzwerkarbeit in Sachen „Weltkulturerbe"

Was haben die Französin Corinne Renard, die Italienerin Adriana Brasacchio und die Portugiesin Sandra Lorenz miteinander gemein? Sie vertreten als Tourismusverantwortliche die Regionen Auvergne, Lombardei und Porto, in denen die vier historischen Großbogenbrücken aus dem 19. Jahrhundert stehen, die zusammen mit der Müngstener Brücke „serielles Weltkulturerbe" der UNESCO werden sollen. Eine weitere Gemeinsamkeit: sie waren jetzt alle zur Internationalen Tourismusbörse nach Berlin gereist, um für ihre Regionen zu werben.

Sonja Nordmann (Stadtmarketing Solingen), Carsten Zimmermann (Strategische Planung Solingen), Lutz Peters (Stadtmarketing Solingen), Corinne Renard (Auvergne-Rhone-Alpes-Tourisme), Holger Piwowar (Geschäftsführer Bergisches Land Tourismus Marketing e.V.)

Unter der Müngstener Brücke in Berlin vereint: Sonja Nordmann (Stadtmarketing Solingen), Carsten Zimmermann (Strategische Planung Solingen), Lutz Peters (Stadtmarketing Solingen), Corinne Renard (Auvergne-Rhone-Alpes-Tourisme), Holger Piwowar (Geschäftsführer Bergisches Land Tourismus Marketing e.V.)

Da auch die „Bergischen Drei" Remscheid, Solingen und Wuppertal auf der ITB vertreten waren, lag der Gedanke nahe, die Tourismusverantwortlichen der europäischen Partner über das Projekt zu informieren und sie „ins Boot zu holen." So machten sich jetzt die Solinger Carsten Zimmermann (Strategische Planung), Lutz Peters (Stadtmarketing) sowie Holger Piwowar von den „Bergischen Drei" auf in die benachbarten Messehallen, um dem paneuropäischen Großbrückenprojekt Namen und Gesichter zu verleihen. Und um für zusätzlichen Informationsfluss zu sorgen.

Carsten Zimmermann und Lutz Peters im Gespräch mit Adriana Brasacchio (Regione Lombardia)

... im Gespräch mit Adriana Brasacchio (Regione Lombardia)

Denn das Vorhaben war vor sechs Monaten unter der Müngstener Brücke in erster Linie von Experten, Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern aus vier Ländern sowie von der Deutschen Bahn ins Leben gerufen worden, was nicht unbedingt heißt, dass es damit schon einen weiten Bekanntheitsgrad erlangt hat.

Carsten Zimmrmann und Lutz Peters im Gespräch mit Sandra Lorenz (Turismo de Portugal: porto e norte)

... im Gespräch mit Sandra Lorenz (Turismo de Portugal: porto e norte)

Die bergischen Brückenbauer wurden nicht nur freundlich empfangen; die Visitenkarten ausgetauscht. Das Projekt stieß auf großes Interesse. Auch der Idee, die fünf Brücken gemeinsam zu bewerben, vielleicht schon parallel zum Welterbeprozess, standen die Touristikerinnen offen gegenüber. Wie so ein gemeinsames Marketing aussehen könnte, soll bald diskutiert werden. In Solingen. Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft und die Klingenstadt luden die Touristikexpertinnen schon einmal mündlich in die Klingenstadt ein, um über Möglichkeiten der gemeinsamen touristischen Vermarktung der imposanten Bauwerke und ihrer Standorte nachzudenken. Es wurde vereinbart, dass Solingen einen Termin koordiniert; möglichst schon im Spätsommer oder Frühherbst 2018.

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