Evakuierung in Gräfrath ist angelaufen

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Bis 16 Uhr muss der 600-Meter-Sperrkreis um den Bombenfund am Roggenkamp geräumt sein

In Gräfrath ist die Evakuierung wegen der heutigen Bombenentschärfung angelaufen. Die Einsatzkräfte sind unterwegs, um den festgelegten Sperrkreis vollständig zu räumen. Der Kampfmittelräumdienst ist bereits vor Ort. Der Evakuierungsradius zieht sich 600 Meter um die Fundstelle. Es handelt sich um ein Gelände an der Straße Roggenkamp. Bis 16 Uhr müssen alle Anwohner und Mitarbeiter von Betrieben das Gebiet verlassen haben. Bis 17 Uhr sollen die notwendigen Straßensperren stehen. Der Verkehr muss umgeleitet werden. Jeder, der Gräfrath großräumig umfahren kann, soll dies bitte tun. Gegen 18 Uhr soll der Sprengmeister die Entschärfung vornehmen. Die Zeitangaben gelten unter dem Vorbehalt, dass keine weiteren Komplikationen auftreten.  

Bisher hat die Fachfirma, die seit zwei Wochen den Gräfrather Boden untersucht, eine englische 250-Kilogramm-Bombe mit Aufschlagzünder freigelegt. Sie ist eine Hinterlassenschaft der Fliegerangriffe auf Solingen während des Zweiten Weltkriegs. Der Truppführer der Fachfirma hat erklärt, dass er noch nie mit einer Bombe zu tun hatte, die derart schwierig im Boden liegt wie diese. Das erklärt die Verzögerungen bei der Suche in den vergangenen Tagen. Zumal der abschüssige und aufgeweichte Untergrund am Roggenkamp größte Probleme bereitet hat. An einem zweiten Verdachtspunkt gräbt die Fachfirma derzeit weiter. Dort wird ein weiterer Sprengkörper vermutet. Ziel ist es, diese Stelle im Verlauf des Nachmittags ebenfalls so freigelegt zu bekommen, dass Klarheit herrscht, ob auch hier tatsächlich eine Bombe liegt, die ebenfalls zu entschärfen ist. Es wird alles dafür getan, diese mögliche zweite Entschärfung zusammen mit der ersten zu erledigen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass sich die Arbeiten bis in die Abendstunden ziehen. Alle Betroffenen sollen sich darauf zumindest vorbereiten. Die Stadt Solingen informiert regelmäßig im Internet unter www.solingen.de und auf ihrer facebook-Seite KlingenstadtSolingen. Dort und über die Medien wird auch die Entwarnung bektanntgegeben.

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