Evakuierung in Gräfrath läuft Donnerstag an

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Voraussichtlich kann der Sperrkreis erst am Nachmittag gezogen werden

Wegen einer Bombenentschärfung bereiten die Stadt Solingen und der Kampfmittelräumdienst für einen Teil Gräfraths die Evakuierung vor. Bei der Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg auf einem Gelände am Roggenkamp ist die Fachfirma am Mittwoch zu einem Fund vorgestoßen, bei dem es sich nach Auskunft des Ordnungsamtes mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine Bombe handelt. Zudem gibt es zwei weitere Verdachtspunkte. Wenn die Stellen am Donnerstag freigelegt sind und endgültig Klarheit herrscht, müssen die gefundenen Kampfmittel umgehend entschärft werden. Dafür ist dann ein Sperrkreis mit einem Radius von 600 Metern zu ziehen, in dem sich während der Entschärfung niemand aufhalten darf.

Nach Auskunft des Ordnungsamtes, das die Evakuierung organisiert, ist nicht auszuschließen, dass die Sperrung erst im Verlauf des Nachmittages erfolgen kann, weil mehrere Stunden benötigt werden, um das Gebiet zu räumen und abzusperren. 1200 Anwohner und mehr als 300 Betriebe sind betroffen. Wie lange die Entschärfung dauert, hängt von der Zahl und von der Beschaffenheit gefundener Kampfmittel sowie von den äußeren Bedingungen ab. Das Terrain am Roggenkamp hat sich in den vergangenen beiden Wochen als äußerst schwierig erwiesen, so dass es durchaus passieren kann, dass sich die Arbeiten und damit auch die Evakuierung bis in die Abendstunden ziehen. Alle Beteiligten tun jedoch ihr Möglichstes, um dies zu vermeiden.  

Alle betroffenen Gräfrather sind am Mittwoch durch Handzettel informiert worden. Sie werden gebeten, sich auf die Evakuierung am Donnerstag vorzubereiten und Vorsorge zu treffen, wo sie sich während der Sperrung bis zur Entwarnung aufhalten können. Auch das Kunstmuseum Solingen an der Wuppertaler Straße wird dafür gegebenenfalls Räume zur Verfügung stellen. Die Entwarnung wird über die Internetseite der Stadt und über die Medien bekanntgegeben.

Für den Verkehr ist während der Sperrung mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Dann ist die Wuppertaler Straße aus Richtung Stadt kommend ab Höhe Schulstraße nicht mehr befahrbar, dasselbe gilt aus Richtung Vohwinkel kommend ab der Einmündung Piepersberg. Der Verkehr muss dann über die Nebenstraßen umgeleitet werden. Da diese für eine derartige Last nicht ausgerichtet sind, wird dringend empfohlen, den Bereich in Richtung Wuppertal oder aus Richtung Wuppertal kommend weiträumig zu umfahren. In und aus Richtung Düsseldorf (A 46) gilt dasselbe. Die Polizei wird dann über den Westring umleiten. Großräumiges Umfahren wird aber in jedem Fall empfohlen.

Am Donnerstag ist ein Bürgertelefon geschaltet: Unter der Rufnummer 290 - 2900 erhalten Anwohner Informationen.