Feuerwehrleitstelle legt Qualitätsbericht 2013 vor

Pressemitteilung

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Ratsvertreterinnen und Ratsvertreter aus Solingen und Wuppertal waren gestern zu Gast in der gemeinsamen Feuerwehrleitstelle Solingen-Wuppertal. Diese Gelegenheit nutzten Feuerwehr-Leitung und die zuständigen Dezernenten beiden Städte, um einen ersten Qualitätsbericht vorzustellen.

Zunächst jedoch wurden die Ergebnisse eines Projektes vorgestellt, das sich mit der Zusammenarbeit befasst. Geleitet wird es Dr. Anja Henke, externe Beraterin der Agentur Compartner aus Düsseldorf.

Das "Wir" - Gefühl stärken

Die technische Integration sei bei Projektbeginn 2012 bereits umgesetzt und eine hohe Qualität der Versorgung erreicht gewesen, erläuterte Dr. Henke. Spannungsfelder habe es jedoch bei Zusammenarbeit in der Leitstelle zwischen Feuerwehrleuten aus Solingen und Wuppertal gegeben. Die Kommunikationsexpertin wies darauf hin, dass das auch bei der Fusion von Wirtschaftsunternehmen ein durchaus bekanntes Problem sei.
In solchen Situationen sei es wichtig, das „Wir"-Gefühl zu stärken. In der Leitstelle sei es deshalb vor allem darum gegangen, das Denken als „Wuppertaler" oder „Solinger" abzubauen. In Gesprächen und Schulungen durch alle Ebenen habe man Lösungen für viele Schwierigkeiten finden können. Oftmals sei es aber auch um ganz einfache Dinge gegangen. So habe man der Klage über Lärm in den Ruheräumen schnell abhelfen können: Eine neue Lüftungsanlage wurde eingebaut.

"Wir helfen schnell und richtig"

Der vorgelegte Qualitätsbericht 2013 belegt die Leistungsfähigkeit der gemeinsamen Feuerwehrleitstelle. Mit dem Grundsatz "112 - WIR HELFEN SCHNELL UND RICHTIG" ist sie für über eine halbe Million Menschen zuständig (vergleichbar: Großstädte Duisburg und Essen). Rund um die Uhr kümmern sich die Mitarbeiter darum, dass Anrufer schnell Hilfe bekommen: 37 Disponenten arbeiten im Drei-Schicht-System an bis zu sechs Einsatzleitplätzen.

Mehr als 197.000 Anrufe gingen im vergangenen Jahr ein. Davon waren 78 Prozent (zirka 153.500) Notrufe, die unter der Rufnummer 112 aufliefen, rund 44.000 Anrufe galten der Krankentransportnummer 19222. Knapp die Hälfe der Anrufe führte tatsächlich zu Einsätzen (42 Prozent oder 83.500 Einsätze). Die meisten davon (knapp 74.800 oder 90 Prozent) waren dem Rettungsdienst zugeordnet. Erfreulich: Die Zahl fehlgeleiteter Einsätze lag dabei im Promille-Bereich: Sechs Mal (0,007 Prozent) kam es zu einer innerörtlichen Verwechslung, sechsmal (0,007 Prozent) zu einer überörtlichen.

Mit einer Reihe von Maßnahmen wird die Qualität der Leitstellenleistung geprüft und gesichert. Neben einer sicheren und schnellen Erreichbarkeit stehen hierbei die schnelle und richtige Eröffnung der Einsätze und die zugehörige Alarmierung der erforderlichen Einsatzkräfte im Vordergrund. Einsätze werden regelmäßig beispielhaft besprochen, bei Bedarf werden Mitarbeiter nachgeschult, organisatorische oder strukturelle Veränderungen vorgenommen.

"Erfolgreiches Projekt der Zusammenarbeit"

Als „erfolgreiches Projekt der Zusammenarbeit" bezeichnete Wuppertals Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig die gemeinsame Leitstelle. Die Zusammenlegung vor sieben Jahren habe sich bewährt - nicht nur im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit, sondern auch bezüglich der Qualität. Er betonte: „Wuppertal alleine hätte das nicht geschafft".