Flüchtlingszahlen nehmen weiter zu: Stadt sucht dringend privaten Wohnraum

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Mietpreisspiegel ausschlaggebend für Miethöhe

Das Landesinnenministerium geht davon aus, dass die Zahl der Flüchtlinge, die bis zum Jahresende nach Nordrhein-Westfalen kommen, noch einmal stark ansteigt. Von weit über 150.000 weiteren Flüchtlinge in NRW ist die Rede. Sollten die Prognosen zutreffen, rechnet die Stadtverwaltung Solingen damit, bis Jahresende bis zu 2.000 Menschen zusätzlich in der Klingenstadt unterbringen und versorgen zu müssen. Derzeit sind es rund 1.500 Menschen.

Um angesichts der absehbaren Notlage die Akquise leerstehenden Wohnraums zu beschleunigen und auszuweiten, wird die Stadt ab sofort verstärkt Privatwohnungen selbst anmieten. Die Kommune wird Mieter mit allen Rechten und Pflichten. Für die Höhe der Miete ist der geltende Mietpreisspiegel ausschlaggebend.

Interessierte Vermieter werden gebeten, sich an Bernd Wörder (fon 290 2534) vom Stadtdienst Wohnen zu wenden (Neues Rathaus Solingen-Mitte, Rathausplatz 1, Raum 2.074).  e-Mail: b.woerder@solingen.de.

Der Stadtdienst informiert ebenfalls über aktuelle, sehr günstige Fördermöglichkeiten der NRW-Bank für die Sanierung von Wohnungen, die an Flüchtlinge vermietet werden.

Zu beiden Themen wird es am kommenden Donnerstag eine öffentliche Informationsveranstaltung der Stadt Solingen für die Mitglieder der Haus- und Grundeigentümervereine Solingen und Ohligs geben. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den beiden Vereinen statt.

20. August, 17 Uhr, Konzertsaal, Theater und Konzerthaus, Konrad-Adenauer-Straße 71,42651 Solingen.