Fördermittel für Flüchtlingshilfe

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Ehrenamtler trafen sich auf Einladung des Kommunalen Integrationszentrums

Zu einem Informationsgespräch über Fördermöglichkeiten für das ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingshilfe hatte jetzt das Kommunale Integrationszentrum Solingen in die Solinger Volkshochschule eingeladen. Rund 50 Interessierte aus Vereinen und Verbänden nutzten die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. "Positiv überrascht" zeigte sich beispielsweise Helmut Eckermann von "Amnesty International" angesichts der Vielzahl der Initiativen, die Flüchtlingen das Ankommen erleichtern wollen.

So sucht die neu gebildete Koordinierungsstelle für die Flüchtlingsarbeit im Sozialressort geeigneten Wohnraum für Flüchtlinge. Die Wohlfahrtsverbände unter der Federführung der Arbeiterwohlfahrt schulen Ehrenamtler und koordinieren deren Engagement für Flüchtlinge. Das kommunale Integrationszentrum kümmert sich um den Spracherwerb und die Suche nach geeigneten Plätzen in Schulen und Kitas für Flüchtlingskinder.

Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass allein in diesem Jahr ca. 600 Flüchtlinge neu nach Solingen kommen. Krieg, Verfolgung und Vertreibung bringen Menschen aus aller Welt dazu, auch in Deutschland Schutz suchen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt in der aktuellen Situation die Kommunen und die in der Flüchtlingsarbeit aktiven Menschen durch einen Zuschuss für ihr ehrenamtliches Engagement. 18.000 Euro hat das Kommunale Integrationszentrum Solingen aus diesem Topf erhalten.

Mit dem Geld sollen zahlreiche Einrichtungen, Kirchengemeinden, Vereine und Initiativen in der Klingenstadt unterstützt werden, die Flüchtlinge willkommen heißen und auf vielfältige Weise Hilfe organisieren, um ihnen einen Zugang zur hiesigen Gesellschaft zu eröffnen. Die Erfahrung der letzten Jahre zeige, dass viele Flüchtlinge langjährig oder dauerhaft in Deutschland bleiben, betont die städtische Integrationsbeauftragte Anne Wehkamp. Deshalb sollten "die Potenziale dieser Menschen nicht brachliegen, sondern gefördert und genutzt" werden.

Die jetzt eingeworbenen Fördermittel können an Vereine und Verbände weitergeleitet werden, die bis zum 15. Mai 2015 einen formlosen Antrag beim Kommunalen Integrationszentrum Solingen einreichen. Förderwürdig sind beispielsweise

  • ehrenamtliche Sprachpatinnen und Sprachpaten
  • ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter, die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in der Kommune unterstützen
  • Spielgruppen sowie
  • niederschwellige Sprach- und Lesegruppen.

INFO:

Rückfragen beantwortet Dominika Raczek vom Kommunalen Integrationszentrum unter Tel. 0212 / 290 25 56. Bei ihr können bis zum 15. Mai auch die Fördermittel beantragt werden (Email: d.raczek@solingen.de).