Gedenken an den 4. November 1944

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Ansprache und Schweigeminute am ehemaligen Hauptbahnhof

Bei zwei Luftangriffen britischer Bomberverbände am 4. und 5. November 1944 wurden Teile der Solinger Südstadt mit dem Hauptbahnhof zerstört und die Altstadt vernichtet. Die Stadt Solingen erinnert am Dienstag, 4. November, 14 Uhr, an die über 1.800 Solinger Opfer des Bombenkrieges mit einer Gedenkveranstaltung am alten Bahnhof. Versammlungsort ist das ehemaligen Gleisgelände unterhalb des Biergartens des heutigen Steinhausrestaurants. Dort ist durch die Anlage des Südparks ein kleines Amphitheater entstanden. Im November 1944 waren allein am Solinger Hauptbahnhof etwa 300 Menschen durch Bomben und Trümmer getötet worden.

Bevor Oberbürgermeister Norbert Feith spricht, wird eine mobile Signalanlage der Feuerwehr eine Minute lang das bekannte Alarmierungssignal erklingen lassen, einen auf- und abschwellenden Warnton; gefolgt vom Entwarnungssignal, einem Dauerton. Das Heulen der Sirene erinnert daran, dass zu dieser Uhrzeit siebzig Jahre zuvor die Bomber ihre tödliche Last über der Stadt abluden. Die Gedenkansprache des Oberbürgermeisters endet mit einer Schweigeminute.

Um 14.30 Uhr beginnen die beiden rund 90minütigen stadtgeschichtlichen Führungen mit den Stadtführern Horst Rosenstock und Hans-Günter Koch. Treffpunkt ist der Haupteingang des ehemaligen Hauptbahnhofs (heute Forum Produktdesign). Es wird um Verständnis gebeten, dass die beiden ehrenamtlichen Stadtführer nur angemeldete Interessenten mitnehmen können. Die Gruppengröße ist auf je 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschränkt. Beide Gruppen sind inzwischen ausgebucht.