Gemeinsame Leitstelle auf gutem Kurs

Pressemitteilung

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"Wir sind mit der gemeinsamen Leitstelle wieder auf einem guten Kurs." Dieses Fazit zog Solingens Beigeordneter Robert Krumbein am Ende eines rund einjährigen, von einer externen Unternehmensberatung begleiteten Projekts zur Optimierung der Leitstellen-Arbeit. Nach fünf Jahren gemeinsamer Leitstelle der Wuppertaler und der Solinger Feuerwehr habe diese Optimierung einfach angestanden, so Robert Krumbein. Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts präsentierten Vertreter der Feuerwehrleitungen heute Vormittag dem Führungspersonal der Solinger Wehr in der Wache am Frankfurter Damm. Am Nachmittag fand die gleiche Veranstaltung auch bei der Feuerwehr Wuppertal statt.

"Das ist schon ein großes Ding", machte der Leiter der Leitstelle, Ralph Haldenwang, die Bedeutung der gemeinsamen Leitstelle an der August-Bebel-Straße in Wuppertal-Elberfeld klar. Man sei zuständig für rund 550.000 Bürger und damit vergleichbar mit den Städten Düsseldorf, Dortmund und Frankfurt am Main. Mit dem Notrufabfragesystem NOAS habe man ein Leuchtturmprojekt. Haldenwang: "Wir spielen in einer guten Liga." Insgesamt 45 Mitarbeiter der Solinger und der Wuppertaler Feuerwehr nehmen rund um die Uhr Notrufe an und sorgen dafür, dass die richtige Hilfe in den beiden Städten schnellstmöglich vor Ort ist.

Solingens Feuerwehrchef Frank-Michael Fischer ließ keinen Zweifel daran, dass die gemeinsame Leitstelle bestehen bleibe. "Wir können gemeinsam mehr erreichen", so Fischer. Eine jetzt notwendige Aufrüstung des Einsatzleitsystems (System-Update) etwa wäre für die Feuerwehren einzeln kaum zu bewältigen.

Dr. Ottmar Müller, stellvertretender Feuerwehrchef in Solingen, und sein Wuppertaler Amtskollege Ulrich Zander lobten eine im Rahmen der Projektarbeit deutlich verbesserte Zusammenarbeit: "Ich fahre sehr gern nach Wuppertal zu den Kollegen, um Dinge zu gestalten", so Dr. Müller.

Für vorhandene Probleme habe man vernünftige Lösungen gefunden. Schwierigkeiten seien oft weniger technischer als "kultureller" Natur gewesen. Strukturiertheit wie Kreativität etwa gälte es jetzt besser zusammen zu führen und so zu nutzen. "Wir werfen alles in einen Topf und machen daraus eine gute Suppe", sagte Dr. Müller. Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Wertschätzung für die Mitarbeiter stünden ganz oben auf der inneren Agenda.

Eckdaten für die neue Struktur sind regelmäßige, strukturierte Gespräche auf allen Ebenen, klar definierte Zuständigkeiten und Zusammenarbeit, aber vor allem die Förderung des Gemeinschaftssinns mit Hilfe von Aktionen und Schulungen.

Fischer, Dr. Müller, Zander und Haldenwang riefen die Feuerwehren gemeinsam dazu auf, die Umsetzung der Neuerungen zu unterstützen und Vergangenes loszulassen. Dies bedeute für alle Beteiligten, sich auf den gemeinsamen Weg zu begeben und eine offene Kommunikation zu sichern.