Gesundheitsversorgung für Solingen muss hochwertig bleiben.

Pressemitteilung

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St.Lukas-Klinik und Oberbürgermeister Tim Kurzbach sind im Gespräch über eine mögliche Schließung von Geburtshilfe und Gynäkologie

"Mein wichtigstes Ziel ist eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für ganz Solingen." Diese Einschätzung übermittelte Oberbürgermeister Tim Kurzbach auch dem Direktor der St. Lukas-Klinik, Johannes Wecker. Bei einem Besuch Weckers im Rathaus hatten sie über das mögliche Aus der Sparte Gynäkologie und Geburtshilfe an der Schwanenstraße gesprochen. Zuletzt war die Zahl der Geburten dort auf 338 im vergangenen Jahr gesunken. Jahre zuvor waren es noch 600 bis 700 gewesen. Als mögliche Erklärung verwies Johannes Wecker auf das steigende Durchschnittsalter der werdenden Mütter, das verbunden sei mit einem höheren Bedürfnis nach Sicherheit. Deshalb gäben sie Kliniken mit eigener Kinderstation, wie dem Städtischen Klinikum, oft den Vorzug. Dort ist eine Neonatologie mit Kinderintensiv- und Frühchenstation vorhanden.

Die kommissarische Direktorin des Städtischen Klinikums, Barbara Matthies, hatte bereits erklärt, das Klinikum würde seinen Versorgungsauftrag wahrnehmen, falls es wirklich zur Schließung der Geburtshilfe in Ohligs käme. Man könne kurzfristig die Kapazitäten schaffen, um einen Teil der Geburten von dort zu übernehmen.

Kurzbach: „Wenn jeder schwangeren Frau in Solingen hier vor Ort eine gut und professionelle Versorgung zur Verfügung steht, dann ist das wichtigste Ziel erreicht.“ Im Mittelpunkt stehe ein gesamtstädtisches Versorgungskonzept, das berücksichtigen muss, dass es mit dem Städtischen Klinikum, der St-Lukas-Klinik, Bethanien und dem Psychozialen Trägerverein Eichenstraße vier Kliniken in Solingen gibt. Kurzbach unterstützt daher die St. Lukas Klinik beim Ausbau ihrer Spezialisierungen, vor allem in der Schlaganfallbehandlung, für die das Ohligser Krankenhaus den alleinigen Versorgungsauftrag des Landes NRW für die Stadt Solingen und den Kreis Mettmann hat.