Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern gefordert

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"Leserinnen und Leser fragen uns immer wieder, warum wir Bücher bestimmter Verlage nicht als E-Books zur Verfügung stellen", berichtet Eva Hendrichs, stellvertretende Leiterin der Stadtbiblitothek Solingen. Grund dafür sei die Weigerung einiger, unter anderem auch großer Verlage, öffentlichen Bibliotheken die Entleihung von E-Books zu ermöglichen.

Zum Auftakt der europäischen Bibliothekskampagne „The Right to E-Read“ haben Vertreter des Bibliothekswesens Bundespolitiker aufgefordert, sich für die rechtliche Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern einzusetzen. Bei einem Pressegespräch am 22. April in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ informierte der Bibliotheksverband (dbv) über die Hürden der E-Medien- Ausleihe in öffentlichen Bibliotheken. Der Kernauftrag der Bibliotheken, allen Bürgerinnen und Bürgern Bildung und Information zu fairen, einfachen und kostengünstigen Bedingungen zu ermöglichen, so hieß es dort, werde durch das derzeitige Urheberrechtsgesetz unterlaufen. Anders als bei physischen Medien haben Bibliotheken derzeit kein Recht auf Erwerb und Verleih elektronischer Medien. Sie seien abhängig von Verlagsentscheidungen über entsprechende Lizenzen. In einer Online-Petition wird um Stimmen für eine Änderung des Urheberrechts geworben: www.change.org/en-GB/petitions/für-das-recht-auf-elektronisches-lesen



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