Globaler Klimaschutz kann nur mit China stattfinden

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"Globaler Klimaschutz kann nur mit China stattfinden", mit dieser anschaulich gewordener Erkenntnis kam Peter Vorkötter, Abteilungsleiter beim Stadtdienst Natur und Umwelt der Stadt Solingen, von einer viertägigen Reise nach China zurück. Er war damit einer Einladung zur internationalen Konferenz "Low Carbon Urbanisation: European experience and Hubei practices" in der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan in der Provinz Hubei gefolgt.

Sein Vortrag über das Verfahren des European Energy Award, mit dem die Aktivitäten des kommunalen Klimaschutzes gesteuert werden können und das die Stadt Solingen seit über zehn Jahren anwendet, sei er auf ein Maß an Interesse gestoßen, das er so kaum erwartet hätte, berichtet Vorkötter nach seiner Rückkehr. Beeindruckt zeigte er sich von der schieren Größe des Landes und seiner Megacities wie Peking. Ähnlich wie in Shanghai habe auch Wuhan mit massiver Luftverschmutzung zu kämpfen, die sich wähend seines Aufenthaltes bei einer Inversionswetterlage auch deutlich gezeigt hätte. "Der Ruß war auf der Zunge zu schmecken", so Vorkötter. Das ernsthafte Anliegen, den Kohlendioxyd-Ausstoß zu reduzieren und die Umweltqualität zu verbessern, sei sehr deutlich geworden. Die Strukturen dazu seien bereits gut aufgestellt, und das Interesse der Handelnden hoch, etwa von der europäischen Praxis zu lernen.

Weitere Teilnehmer zu der Konferenz entsandten chinesische Behörden, die örtliche Hubei University of Science and Technology, der Siemens-Konzern und etwa das Royal Townplanning Institute aus London.