Großer Bärenklau: Blütenstände jetzt abschneiden

Pressemitteilung

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Der "Großer Bärenklau" steht im Frühsommer kurz vor der Samenreife und kann gerade jetzt wirksam bekämpft werden. Der Stadtdienst Natur und Umwelt bittet deshalb alle Grundstückseigentümer und Bewirtschafter darum, die Blütenstände der Pflanze abzuschneiden und so die zwar imposant blühende, aber in der heimischen Flora unerwünschte Pflanze zu regulieren und an ihrer Verbreitung zu hindern. Wegen der phototoxischen Wirkung sollte man dabei Haut und Augen schützen. Die Blütendolden sollten im Hausmüll entsorgt werden, Blätter und Stengel kann man getrost kompostieren.

Ein weiterer guter Zeitpunkt, die Pflanze zu regulieren, ist das Frühjahr, wo häufiges Mähen die Jungpflanzen stört. Noch wirkunsgsvoller ist das Ausstechen der Jungpflanzen.

Auch die Stadt Solingen (Stadtdienst Natur und Umwelt, Technische Betriebe Solingen) ist auf ihren Grundstücken gegen den Großen Bärenklau aktiv.

Als prägende, bis 4 m hohe Schmuckpflanze mit großen weißen Blütendolden und als Bienenweide wurde der im Kaukasus vorkommende Riesen-Bärenklau vor etwa 120 Jahren in die Gärten Westeuropas eingeführt. Durch seine hohe Reproduktionsfähigkeit - es werden bis zu 50 000 Samen pro Pflanze produziert, der Same ist etwa 7 Jahre keimfähig - ist die Pflanze über die Fließgewässer und entlang der Verkehrswege mittlerweile weit verbreitet. Reisen-Bärenklau kann sich bei Aufgabe der Bewirtschaftung einer Fläche stark ausbreiten und verdrängt dabei die standort-heimische Vegetation. In der Pflanze enthaltene Furanocoumarine erzeugen bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht Hautverbrennungen. Daher ist auch aus gesundheitlichen Gründen eine Regulierung der Pflanze erwünscht.

Es gibt heimische Arten, wie den Wiesen-Bärenklau, die echte Engelwurz, die Wald-Engelwurz, die möglicherweise mit dem Riesenbärenklau verwechselt werden, insbesondere in der Phase, in der die Pflanze noch nicht vollständig entwickelt ist. Diese erfüllen in unserem Naturhaushalt aber eine hohe Funktion als Lebens- und Nahrungsstätte.

Ansprechpartnerin: Marita Klause, Telefon 290-6579.