Großes Interesse an Solarkataster

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170 Besucher informierten sich im GuT

Groß war das Interesse an einer zweistündigen Informationsveranstaltung zum Thema Solarenergie, zu der die Stadt Solingen am Dienstag ins Gründer- und Technologiezentrum eingeladen hatte. Alle 170 Plätze waren besetzt. Weitere 81 Haus-Besitzer standen auf der Warteliste und werden nun für die nächste Info-Veranstaltung zum Solarkataster eingeladen, die nach den Sommerferien stattfinden soll.

Die Teilnehmer waren zuvor darüber informiert worden, dass ihre Immobilie gut oder sehr gut geeignet sei, mit einer solarthermischen oder einer Photovoltaik-Anlage Sonnenenergie einzufangen. Diese kann in elektrischen Strom oder Wärme umgewandelt und genutzt werden. Der eingespeiste Strom wird vergütet - derzeit mit 19,11 Cent pro Kilowattstunde, ab Juli 18,92 ct/kwh, wenn es bei der beschlossenen Kürzung der Einspeisevergütung bleibt. Nähere Informationen liefert das Solinger Solarkataster (www.solarkataster.solingen.de). Aufgebaut wurde es von der Stadt Solingen in Zusammenarbeit mit der Stadt-Sparkasse, der Elektro- und Dachdecker-Innung, den Stadtwerken und der Wirtschftsförderung als Sponsoren.

Nach der Begrüßung durch Peter Vorkötter vom Stadtdienst Natur und Umwelt informierte Umweltplaner Matthias Kistenich am Dienstag über die Vorteile des Solarkatasters, dessen Karte seit März im Internet einsehbar ist. Die Technik und Wirtschaftlichkeit der Solarenergie am Beispiel eines Hauses aus Solingen demonstrierte Uwe Luchtenberg, Obermeister der Elektro-Innung, bevor zwei Mitglieder der Dachdecker-Innung zusammen mit den anderen Fachleuten Fragen beantworteten. Erkrankt war der Finanzierungs-Experte der Stadt-Sparkasse Solingen, so dass hier nur entsprechende Kontaktdaten weitergegeben werden konnten. Wie hoch die Investion für eine Photovoltaik-Anlage ist, hängt letztlich von verschiedenen Faktoren ab - unter anderem von der Größe und der Ausrichtung der Fläche, was auch für die solartechnische Eignung des Daches entscheidend ist. Die Stadt-Sparkasse bietet für diese Nutzung regenerativer Energien entsprechende Sonderkredite an.

Unter den alternativen Energiequellen gewinnt die Nutzung der Sonnenkraft zunehmend an Bedeutung. Die Vorteile: Sonnenkraft ist unbegrenzt verfügbar, ihre Nutzung klimafreundlich. Und nutzbar ist die Sonnenenergie selbst dort, wo nicht immer die Sonne scheint - also auch in Solingen. Deshalb hat der Rat der Stadt Solingen bereits im Dezember 2009 den Aufbau eines Solarkatasters beschlossen. Für jedes der über 70.000 Dächer in der Klingenstadt wurden Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Einstrahlung ausgewertet mit dem Resultat, dass alleine 17.000 Dächer in Solingen für die photovoltaische Nutzung der Sonnenenergie sehr gut geeignet sind. Seitdem hat es drei Informationsveranstaltungen für Eigentümer sehr gut geeigneter Dächer gegeben. Die Haus-Besitzer werden nach PLZ-Bereichen angeschrieben - mit einer bemerkenswerten Rücklaufquote von bislang sieben Prozent.

  • Weitere Informationen unter www.solarkataster.solingen.de oder bei Matthias Kistenich, Stadtdienst Natur und Umwelt, Telefon 290 6552, e-mail: solarkataster@solingen.de