Grundschule Schützenstraße 205

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Aus Parkettrenovierung wurde Schadstoffsanierung. Schulbetrieb nicht gefährdet.

Eigentümer alter Gebäude erleben nicht selten unliebsame Überraschungen, wenn sie Bauschäden auf den Grund gehen. So jetzt geschehen an der Grundschule Schützenstraße 205. Baujahr 1900. Weil der Parkettboden in einem der Unterrichtsräume ramponiert war und erneuert werden musste, rückten in den Herbstferien die Handwerker an: Zunächst fanden sie den Schadstoff PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) im Parkettkleber, weshalb die Arbeiten mit Atemschutz fortgeführt werden müssten. Bei der Demontage des Bodens stießen sie dann auf asbesthaltige Spachtelmasse darunter.

Die Schule kann dennoch nach den Herbstferien wieder normal in Betrieb gehen: Nach Begutachtung durch einen Sachverständigen am gestrigen Montag muss die Schule nicht geschlossen werden, nur der Bereich im Obergeschoss, in dem sich der Raum befindet, ist vorübergehend abgesperrt. Da unzugänglich unter dem Parkett verborgen, ist nach Aussage des Immobilienmanagements der Stadt Solingen von der Spachtelmasse keine Gesundheitsgefahr ausgegangen. Wie dessen Leiter Thomas Fuchs mitteilt, wird zurzeit sicherheitshalber noch einmal die Raumluft gemessen. Der Ausbau erfolgt mit Hilfe einer luftdichten Schleuse, so dass kein Staub in die Außenwelt gelangt. Nach Abschluss der Arbeiten in der letzten Oktoberwoche wird noch einmal die Luft gemessen; danach wird der neue Boden eingebaut.

Thomas Fuchs: „Wir werden kurzfristig untersuchen lassen, ob noch weitere Böden in der Schule belastet sind.“ Die Kosten für die Sanierung des Fußbodens schätzt die Stadt auf rund 10.000 Euro, die aus dem Budget für Bauunterhaltung bezahlt werden.