Hans-Werner Gabriel verstorben

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Die Stadt Solingen trauert um ihren Ehrenringträger Hans-Werner Gabriel, der am 17. November im Alter von 85 Jahren verstorben ist.


Im Juni 2013 erst hatte er in einer gemeinsamen Verleihungsveranstaltung mit Egon Evertz und Thomas Busch die hohe Auszeichnung seiner Heimatstadt für besonderen Bürgersinn entgegen genommen.

"Ich habe Hans-Werner Gabriel als engagieren und feinsinnigen Förderer des Solinger Kulturlebens kennen und schätzen gelernt. Er wird mir fehlen, und er wird unserer Stadt fehlen", sagte Oberbürgermeister Norbert Feith nach Erhalt der Todesnachricht.

Hans-Werner Gabriel beteiligte sich Jahrzehnte lang aktiv am gesellschaftlichen Diskurs in seiner Heimatstadt. Geschätzt auch von politisch anders Denkenden, war er auf Augenhöhe erreichbare Vertrauens- und Respektperson für viele Bürgerinnen und Bürger. 29 Jahre lang engagierte er sich in der Bezirksvertretung Wald, davon fünf Jahre lang als Vorsteher. 42 Jahre lang war der begeisterte Sänger Vorsitzender des städtischen Chores. Als langjähriges Mitglied des Kulturausschusses galt sein besonderes Interesse dem Deutschen Klingenmuseum, dem Kunstmuseum und den Walder Theatertagen. Für deren Schulwettbewerb stiftete er gemeinsam mit seiner Frau Erika einen Förderpreis der Grundschulen.

Gleich zweimal war sein persönliches Engagement mit entscheidend für den Erhalt sinfonischer Musik in seiner Heimatstadt: 1995 beim Zusammenlegen der beiden städtischen Orchester Solingens und Remscheids, und 2013 als Mitglied der Gesellschafterversammlung und im Freundeskreis des Orchesters bei der Zukunftssicherung der Bergischen Symphoniker. Gemeinsam mit Vorstandskollegen der Orchesterfreunde übernahm er die finanzielle Patenschaft für einen Orchestermusiker und trieb die erfolgreiche Gründung einer Orchesterstiftung mit voran.

Seit 2004 hatte Hans-Werner Gabriel den Sitz des Diakonischen Werks im Seniorenbeirat inne und vertrat die Belange behinderter Menschen, deren Bedürfnisse und Besonderheiten er aus eigener Anschauung kennen gelernt hatte. Er unterstützte die Heimstatt Adolf Kolping und förderte ideell wie materiell den Familientag für Behinderte und Nicht-Behinderte.

Als Kuratoriumsmitglied der Carl-Ruß-Stiftung sorgte er zudem mit dafür, dass begabte junge Studierende und Auszubildende in unserer Stadt finanzielle Hilfe durch Stipendien erhalten.