Hauptschule Central: Höhscheid ist einzige Lösung

Pressemitteilung

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Nach der Prüfung von Alternativen schlägt die Verwaltung weiterhin den Umzug zum Standort Krahenhöhe vor.

Die Abschlussklassen der Hauptschule Central sollen zum Beginn des neuen Schuljahrs am 1. August zur Hauptschule Höhscheid, Schützenstraße 206, umziehen. Mit diesem Vorschlag an den Schulausschuss untermauert die Verwaltung ihre bisherige Haltung. Nach Protesten von Eltern hatte der Schulausschuss am 9. Mai die Verwaltung aufgefordert, alternative Standorte zu prüfen. Bewertet wurde nach Zustand, Größe und Verfügbarkeit der Gebäude sowie nach schulfachlichen und finanziellen Aspekten. Die Ergebnisse stellt die Verwaltung in einem detaillierten Bericht an den Schulausschuss dar, der am 6. Juni tagt.

 

  • Der bisherige Standort Guntherstraße kommt wegen des Raumbedarfs der Sekundarschule nicht in Betracht. Für das Aufstellen von Containern fehlt der notwendige Platz, außerdem würde es hohe Kosten verursachen.
  • Das im Privatbesitz befindliche Gebäude der bisherigen privaten Bergischen Ganztagsschule, Hahnenhausstraße 8, steht nicht zur Anmietung zur Verfügung.
  • Das Gebäude Elsa-Brändström-Straße 8 würde hohe Umbaukosten erfordern. Der naturwissenschaftliche Fachunterricht müsste im Gymnasium Schwertstraße, der Theodor-Heuss-Schule oder der August-Dicke-Schule stattfinden, was wegen der ohnehin großen Auslastung dieser Räume kaum zu realisieren wäre. Das Gebäude wird außerdem teilweise von einer Kita genutzt. Der Landschaftsverband als Aufsichtsbehörde fordert für Kitagruppen eigenständige, in sich geschlossene Einheiten mit getrennten Zugängen und Treppenhäusern. Diese sind nicht vorhanden und könnten nur – wenn überhaupt möglich – durch kostenintensive Umbauten hergestellt werden.  
  • Das ehemalige Haus der Jugend  an der Schulstraße in Gräfrath verfügt nicht über Fachräume. Außerdem ist es stark renovierungsbedürftig. Beides zusammen würde unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen.
  • An der August-Dicke-Schule steht die benötigte Anzahl von freien Klassen und Differenzierungsräumen nicht zu Verfügung. Die Fachräume sind stark ausgelastet. Das Aufstellen von Containern würde einen hohen  finanziellen Aufwand verursachen.
  • Im Schulgebäude der ehemaligen Hauptschule Ohligs, Rennpatt 37,  müssten die naturwissenschaftlichen Fachräume und der EDV-Raum komplett neu ausgestattet werden. Auch hier sind Gruppen einer Kita im Haus, was dieselben Folgerungen wie beim Gebäude Elsa-Brändström-Straße 8 nach sich zieht.

Damit kommt als neuer Standort einzig das Gebäude der Hauptschule Höhscheid, Schützenstraße 206, in Frage. Alle notwendigen Fachräume und Sporthallenkapazitäten stehen dort in ausreichendem Maße zu Verfügung. Auch die benötigten Lehrkräfte für die Fächer Gesellschaftslehre/Politik, Arbeitslehre/Wirtschaft, Arbeitslehre/Hauswirtschaft, Kunst, Textiles Gestalten, Musik und katholische Religion sind vor Ort.

Die zuständige Beigeordnete Dagmar Becker und Kämmer Ralf Weeke weisen darauf hin, dass diese Lösung vor dem Hintergrund der vorläufigen Haushaltsführung derzeit die einzig zulässige sei. Die übrigen Varianten seien teilweise mit erheblichen finanziellen Mehrbelastungen verbunden, für die keine Kompensationsmöglichkeiten im Haushalt zur Verfügung stünden.