Hochwasser-Einsatz in Magdeburg beendet

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30 Wehrleute werden heute gegen 19 Uhr zurückerwartet

"Ein aufregender, lehrreicher und mit Erfolg gekrönter überregionaler Einsatz der bergischen Feuerwehren" ist laut Einsatzleiter Sebastian Wagner am Dienstag um 12.45 Uhr zu Ende gegangen. Seit Sonntagmorgen waren 118 Wehrleute aus Solingen, Wuppertal und Remscheid - darunter 28 freiwillige und zwei Vertreter der Solinger Berufsfeuerwehr - mit insgesamt 27 Einsatzfahrzeugen in Magdeburg vor Ort, um Gebäude und Einrichtungen vor dem Elb-Hochwasser zu schützen. Unter anderem half der von der Düsseldorfer Bezirksregierung alarmierte Bereitschaftsverbund V dabei, eine Pumpstation und ein Heizkraftwerk abzudichten. Auch die Malteser aus Wuppertal sind nach ihrem Einsatz in der Krisen-Region wieder auf dem Heimweg, während das Technische Hilfswerk - darunter 18 Ehrenamtler aus der Klingenstadt - noch vor Ort benötigt wird, um die Einsatzstellen auszuleuchten und die Stromversorgung der Pumpen sicherzustellen. Der Einsatz der bergischen Feuerwehr im Bereich der Stadt Magdeburg oder anderen vom Hochwasser betroffenen Gebieten sei hingegen nicht mehr erforderlich, hieß es in Abstimmung mit dem Innenministerium Sachsen-Anhalt.

Nicht nur die Koordinatoren der Einsätze in den betroffenen Städten, auch der Solinger Oberbürgermeister spricht den Wehrleuten und Ehrenamtlern der Verbände seinen Dank aus. "Die Leistungsstärke unserer Feuerwehr und der Hilfswerke zeigt sich gerade in Krisenzeiten, wo spontane Solidarität gefragt ist", lobt Norbert Feith. Angesichts der Kurzfristigkeit des Marschbefehls - die Wehrleute wurden am Samstag gerade mal drei Stunden vor Abmarsch alarmiert - sei auch den Familien der Ehrenamtler zu danken, die damit ihren Beitrag zur bundesweiten Hilfsaktion geleistet hätten. Zudem sei das effektive Engagement ohne die Akzeptanz der Arbeitgeber nicht denkbar gewesen. Der Oberbürgermeister plant alle Solinger Beteiligten am Hochwasser-Einsatz zu einem persönlichen Gespräch einzuladen, sobald die Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks wieder zu Hause sind.

Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr dürfte beim Eintreffen am Heimatstandort noch kein Feierabend sein: Noch heute Abend müssen die Fahrzeuge und benötigtes Gerät wieder einsatzbereit hergestellt werden.

 

Hinweis an die Redaktionen:

Die 30 Wehrleute werden am heutigen Dienstag zwischen 18.30 und 19.30 Uhr an der Feuerwache 3 (Frankfurter Damm) erwartet und dort vom stellvertretenden Feuerwehr-Chef Dr. Ottmar Müller empfangen. Wir werden Sie kurzfristig informieren, ob und wann die Gelegenheit zu einem Foto besteht.